Handball

Füchse gewinnen mühsam 28:25 gegen Hannover

Die Füchse Berlin haben auf die Niederlage in der Champions League mit einem Sieg in der Bundesliga geantwortet. Der Hauptstadtclub gewann am Mittwochabend 28:25 gegen TSV Hannover-Burgdorf, tat sich aber sehr schwer.

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Handball ist harter Kampf. Diese These untermauerten am Mittwoch auch die Füchse Berlin. In einer engen und mühevollen Partie besiegte der Hauptstadtklub den TSV Hannover-Burgdorf 28:25 (11:10) vor 5603 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle. Damit kehrten die Berliner nach der Champions-League-Niederlage in Kielce wieder in die Erfolgsspur zurück und kletterten sogar auf Rang zwei der Tabelle. Eine Handball-Gala war es aber nicht. „Wir haben uns heute einfach schwer getan“, sagte Berlins Nationalspieler Sven-Sören Christophersen.

Die Bundesliga-Partie gegen Hannover war bereits das erste Spiel der Rückrunde. Um zwischen Weihnachten und Neujahr den Spielplan etwas zu entzerren und der deutschen Nationalmannschaft mehr Zeit für die Vorbereitung auf die Europameisterschaft im Januar in Serbien zu lassen, wurde der 18. Spieltag vorgezogen. Die deutsche Auswahl von Bundestrainer Martin Heuberger, der am Mittwoch auch in der Schmeling-Halle das Spiel live verfolgte, will bei den kontinentalen Titelkämpfen die Olympia-Qualifikation für London 2012 schaffen.

Im Tor der Füchse begann Petr Stochl. Der Tscheche erhielt den Vorzug vor Silvio Heinevetter, der nach einer leichten Grippe noch nicht wieder ganz im Vollbesitz seiner Kräfte war. Und Stochl begann stark, wehrte nach 132 Sekunden einen Siebenmeter ab. Gleich begannen die Zuschauer lautstark seinen Namen zu skandieren. Rasch gingen die Füchse in Führung, (2:0, 3. Minute), allerdings hätten sich die Platzherren frühzeitig deutlich absetzen können und müssen, doch sie erlaubten sich immer wieder Nachlässigkeiten im Angriff. So scheiterte Johannes Sellin zwei Mal von Rechtsaußen an dem gut aufgelegten Hannoveraner Schlussmann Nenad Puljezevic.

Doch auch Sellins Kollegen warfen unplatziert und einfach nicht zwingend genug aufs Tor. So kam es, dass die Partie gegen den Underdog aus Hannover ausgeglichen war. 7:7 stand es nach 15 Minuten. Schon im Hinspiel hatten sich die Füchse mit den Niedersachsen schwer getan, letztlich aber knapp die Oberhand behalten. Einem starken Stochl war es zu verdanken, dass der Berliner Angriff sich die Schwäche erlauben konnte. Und irgendwann würden sie auch wieder treffen. Die Zuschauer jedenfalls ließen in ihrer Unterstützung nicht nach, sie riefen und klatschten, schrien ihre Mannschaft unermüdlich nach vorn.

Dagur Sigurdsson wird in der Pause wohl klare Worte gewählt haben, um seine Mannen aus der Lethargie zu reißen. Bartlomiej Jaszka traf gleich zum Auftakt der zweiten Halbzeit zum 12:10. Der Pole hatte am Montag erst einen Vertrag bei den Füchsen bis 2017 unterschrieben, sehr zur Freude der Fans, die ihren „Baba“ lautstark feierten. Und der Spielmacher warf dann auch das 15:12 (36.), endlich war der erhoffte Vorsprung da. Nun brachte Sigurdsson Colja Löffler auf Linksaußen und Jonathan Stenbäcken im halblinken Rückraum, auch Mark Bult durfte im rechten Rückraum ran. Und die zweite Reihe machte ihre Sache richtig gut.

Bester Berliner Werfer war Ivan Nincevic mit sieben Treffern. Aber jetzt traf endlich auch Johannes Sellin. Mit einem Schrei entlud sich beim Junioren-Weltmeister die Anspannung. Arme hoch, Brust raus, so lief er frisch gestärkt über das Feld. Mit jeder Minute überzeugten die Füchse nun mehr, und jetzt zeigte sich auch die bessere individuelle Klasse. Zwar wurde es zum Ende der Partie noch einmal eng (27:25, 58.), den Sieg gaben die Berliner aber nicht mehr aus der Hand. Kapitän Torsten Laen sagte: „Wenn wir nicht hundertprozentig da sind, dann ist es für uns in der Bundesliga schwer.“