Füchse Berlin

Hannings Lieblingsspieler Jaszka bleibt bis 2017

Im November hatte es Manager Bob Hanning bereits angekündigt, nun ist es amtlich: Spielmacher Bartlomiej Jaszka hat seinen Vertrag bei den Berliner Handball-Füchsen bis 2017 verlängert. Damit setzt der Klub weiter auf Kontinuität.

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Zu den kulinarischen Gaumenfreuden gesellten sich künstlerische Darbietungen. So zeigte das Wintergarten-Duo Fernando & Serafina virtuose Jonglage, Musical-Star Brigitte Oelke sang rockige Songs und heizte den Gästen ordentlich ein. Und natürlich stand auf der Weihnachtsfeier der Füchse am Montagabend im Hotel Berlin, Berlin auch die Handball-Mannschaft des Bundesligisten im Mittelpunkt, sie wurde für den Sieg in der Teamwertung bei der Berliner Sportlerwahl gebührend geehrt. Die Stimmung war ausgelassen und festlich, und zwischen den Gängen des festlichen Menüs wurde dann auch noch eine frohe Botschaft verkündet: Bartlomiej Jaszka bleibt den Füchsen bis 2017 erhalten.

Geniale Ideen und Einfallsreichtum

„Ich freue mich sehr, dass Bartlomiej bei uns bleibt, denn er gehört zur Füchse-Familie und ist eines der Gesichter des Vereins“, sagte Geschäftsführer Bob Hanning über die Vertragsverlängerung des Polen. „Er lenkt und leitet das Spiel, zieht das Tempo an oder nimmt auch mal die Geschwindigkeit aus dem Spiel. Er ist unser Daniel Düsentrieb.“ Der Comicheld von Walt Disney ist berühmt für seine genialen Ideen und den großen Einfallsreichtum. Der 28 Jahre alte Jaszka ist froh, dass jetzt Klarheit über seine Zukunft herrscht. „Ich fühle mich in Berlin sehr wohl und freue mich, noch so lange für die Füchse zu spielen.“

Im November 2007 war Jaszka mit seinem Landsmann Michal Kubisztal vom polnischen Champions-League-Klub Zaglebie Lubin verpflichtet worden. Schon damals galt Jaszka trotz seiner jungen Jahre als kluger Spielmacher, der dank seiner leichten Statur (1,84 Meter bei 87 Kilogramm) äußerst flink auf den Beinen ist. Aus dem Rohdiamanten von einst ist längst einer der besten Mittelspieler der Welt geworden. In der Liga gehört er zu den Topleuten auf der Position des Spielmachers. Schon Anfang November hatte Hanning seinem torhungrigen Regisseur, dem auch Offerten von anderen Klubs vorlagen, einen Rentenvertrag angeboten . „Bartlomiej Jaszka ist mein Lieblingsspieler. Er kann bei uns so lange bleiben, wie er will“, hatte der Manager gesagt. Jaszka spiele eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Vereins. „Wir sind ja noch ein recht junger Klub. Wir brauchen Menschen und Gesichter, die für die Füchse stehen und den Verein prägen.“

Langfristige Verträge für Füchse-Leistungsträger

In dem oftmals sehr schnelllebigen Geschäft des Profisports fällt auf, dass die Füchse ihre Spieler gern mit langfristigen Verträgen ausstatten. So laufen die Kontrakte bei Silvio Heinevetter, Iker Romero oder auch Johannes Sellin jeweils bis 2014, bei Sven-Sören Christophersen bis 2015 und bei Petr Stochl gar bis ins Jahr 2016. Den Hauptstadt-Fans gefällt die Kontinuität offenbar, sie wählten die Füchse wie schon im vergangenen Jahr zu ihrer „Mannschaft des Jahres“.

Mit seiner Frau Aneta hat Bartlomiej Jaszka, den alle nur „Baba“ nennen, Berlin ins Herz geschossen. Im Mannschaftskreis wird darauf getippt, dass der Pole als nächster im Füchse-Team Vater wird. Finanziell jedenfalls hat Jaszka jetzt Planungssicherheit und kann demnach befreit aufspielen. „Bartlomiej ist ein Mensch, der viel Vertrauen braucht, um gut zu spielen. Das hat er bei uns“, sagt Hanning.

Verlängerter Arm des Trainers

Neben Kapitän Torsten Laen ist auch Jaszka eine zentrale Figur für Trainer Dagur Sigurdsson. Er ist so eine Art verlängerter Arm auf dem Platz. Bei jedem Angriff zeigt der 28-Jährige an, welcher Spielzug jetzt kommt. „Baba kennt alle Spielzüge und weiß immer ganz genau, wie wir im Angriff spielen“, sagt Laen.

Neben seinen herausragenden Fähigkeiten als Regisseur ist Jaszka auch überaus torgefährlich. So erzielte er in der Bundesligasaison bislang 44 Treffer, das sind 3,4 Tore pro Partie. Damit ist er viertbester Füchse-Werfer. In der Champions League hat er bisher sogar 4,2 Tore pro Spiel geworfen.

Auf den Spuren von Trainer Sigurdsson

Der Erfolg ist bei Jaszka freilich auch der Lohn harter Arbeit. Er trainiert nicht nur fleißig seit dem zehnten Lebensjahr, er denkt den ganzen Tag an Handball. Der Pole notiert sich in einem Büchlein nach jedem Training die Spielzüge und Würfe, er ist ein akribischer Arbeiter, ähnlich wie Dagur Sigurdsson.

Und so verwundert es auch nicht, dass Jaszka nach seiner aktiven Karriere eine Laufbahn als Handball-Trainer einschlagen will. Schon jetzt schaut er bei seinem Coach immer ganz genau hin. „Ich lerne sehr viel von Dagur Sigurdsson, wir reden oft miteinander und tauschen uns aus“, sagt Jaszka, der auch regelmäßig zum Deutschunterricht geht. Damit er immer mehr zum Gesicht der Füchse Berlin wird.