Handball-Bundesliga

Füchse wollen Jaszka bis zum Karriereende behalten

Füchse-Spielmacher Bartlomiej Jaszka soll noch lange in Berlin bleiben. Manager Bob Hanning plant für seinen Lieblingsspieler einen Rentenvertrag – und setzt auch gegen Tabellennachbar Flensburg auf ihn.

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Die Rückfahrt aus Halle/Westfalen war kurzweilig und lustig. Immer wieder riefen sich Sven-Sören Christophersen, Silvio Heinevetter, Markus Richwien und Iker Romero Szenen aus der finalen Supercuppartie in Erinnerung, analysierten mal ernsthaft oder scherzten herum. Die vier Handballprofis der Füchse Berlin hatten jedenfalls mächtig Spaß auf der Reise.

„Und so verging die Fahrt fast wie im Flug“, sagte Richwien, der beim abschließenden 23:27 gegen Turniersieger Spanien mit sechs Toren geglänzt hatte. Nun stießen die vier Profis nach einer Woche Länderspielpause wieder zu ihrer Mannschaft, mit der sie Dienstag in der Max-Schmeling-Halle die SG Flensburg-Handewitt empfangen (20.15 Uhr, Sport1).

Wenig Zeit zum Regenerieren

Wenig Zeit also für die Nationalspieler, die Strapazen des Supercups aus den Beinen zu schütteln. Doch Handballer sind harte Kerle, da wird nicht groß gejammert. „Das mit der Kraft geht schon in Ordnung, wir sind so hohe Belastungen ja auch gewohnt“, sagt Richwien, „durch die Champions League kennen wir den Rhythmus, das kommt uns jetzt zugute.“

Das Liga-Duell gegen den Tabellennachbarn – die Füchse liegen mit 13:5 Punkten auf Rang fünf direkt hinter Flensburg, das 14:4 Zähler hat – ist ein Spiel gleichwertiger Mannschaften, und so spricht Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning denn auch von einem „Duell auf Augenhöhe“. Gleichwohl fordert der Manager ein Erfolgserlebnis: „Ich erwarte einen Sieg in diesem Spiel. Wir müssen gewinnen, um höchsten Ansprüchen zu genügen.“

Jaszka soll verlängern

Dabei kann sich Hanning auf Bartlomiej Jaszka verlassen. Der Spielmacher der Berliner, seit vier Jahren bei den Füchsen, kann befreit aufspielen, denn er muss sich über seine sportliche Zukunft keine Sorgen mehr machen. Der Hauptstadtklub will seinen Regisseur bis zu dessen Karriereende an sich binden. „Er ist mein Lieblingsspieler. Er kann bei uns so lange bleiben, wie er will“, sagt Hanning.

Jaszka spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Vereins. „Wir sind ja noch ein recht junger Klub. Wir brauchen Menschen und Gesichter, die für die Füchse stehen und den Verein prägen“, sagt Hanning. Wie Christophersen oder Heinevetter soll Jaszka zu einer Identifikationsfigur werden. Der Pole fühlt sich in Berlin wohl und will auch bleiben. Hanning: „Es wird kein Vertragspoker geben. Bartlomiej braucht viel Vertrauen, um gut zu spielen. Das hat er bei uns.“

Romero erstmals Nationalmannschaftskapitän

Großes Vertrauen genießt auch Iker Romero bei seinem Nationaltrainer. Der Spanier durfte seine Mannschaft erstmals als Kapitän aufs Feld führen und feierte am Ende den Turniersieg. Die deutsche Auswahl musste hingegen unter ihrem neuen Bundestrainer Martin Heuberger in allen drei Spielen eine Niederlage hinnehmen und dabei erkennen, dass die Weltspitze noch ein gutes Stück entfernt ist.

Allerdings scheiterte der Weltmeister von 2007 in allen drei Partien mehr an sich selbst als am Gegner. „Die haben uns nicht an die Wand gespielt, sondern haben unsere Fehler perfekt ausgenutzt“, sagt Richwien. Er ist daher auch zuversichtlich für die Zukunft: „Die drei Niederlagen sind eher unser Verschulden. Jetzt gilt es, bis zur EM die Fehler zu minimieren.“