Handball-Champions League

Berliner Füchse verlieren gegen Favorit Atletico

Sensation verpasst: Die Berliner Handball-Füchse haben das Top-Spiel der Handball-Champions League gegen Atletico Madrid 33:37 verloren. In einer tollen Partie fehlte den Berlinern die Cleverness.

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Die Berliner Füchse haben in der Handball-Champions League die erste Niederlage kassiert. Der Hauptstadtclub verlor gegen Atletico Madrid mit 33:37 (15:17) und verpasste es, gegen den Vorjahresfinalisten trotz guter Leistung für eine Überraschung zu sorgen. Mit steigender Spielzeit wurde die Klasse des spanischen Favoriten bemerkbar, der in dem Mazedonier Kiril Lazarov (6 Tore) seinen besten Torschützen hatte. Für die Füchse trafen Bartlomiej Jaszka mit zehn Toren und Sven-Sören Christophersen mit fünf Treffern am häufigsten.

Das Spiel zwischen den Gruppen-Führern begann mit zwei Lattenkrachern auf beiden Seiten, und auch danach ging es unterhaltsam weiter. Beide Teams boten den 8673 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle eine attraktive und temporeiche Partie. Die Spanier, früher besser bekannt als Ciudad Real, lauerten mit ihrer offensiven 5:1-Deckung auf Fehler der Berliner. Die Füchse taten ihnen das ein oder andere Mahl den Gefallen und leisteten sich Ballverluste, die das Weltklasse-Team aus der spanischen Hauptstadt zu schnellen Gegenstößen nutzte.

Heinevetter in Gala-Form

Doch Füchse-Torwart Silvio Heinevetter hatte einen glänzenden Tag erwischt und entschärfte allein in der ersten Hälfte sieben gefährliche Torchancen. Im Angriff bewiesen die Füchse zudem Zug zum Tor, so dass sie Atletico nicht davonziehen ließen. Dennoch ging Madrid mit einer knappen aber verdienten 17:15-Führung in die Pause.

Atletico baute den Vorsprung ab der 36. Minute erstmals auf vier Tore aus. Eine Zwei-Minuten-Strafe für den überragenden Jaszka war vorausgegangen. Und auch danach blieben die Spanier am Drücker und erhöhten das Polster gar auf sieben Treffer. Beim 28:31 keimte kurz noch einmal Hoffnung für die Füchse auf. Doch die cleveren Gäste ließen sich den Sieg bis zum Schlusspfiff nicht mehr nehmen.