Eines wird in diesen Tagen immer deutlicher: Die Eisbären brauchen einen neuen Plan. Zwar hat der alte eine ganze Weile gut funktioniert, doch die laufenden Rückstände erweisen sich für den Rekordmeister der Deutschen Eishockey Liga (DEL) als wachsende Bürde.
Im Spitzenspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers gerieten die Berliner zum achten Mal in Folge mit 0:1 ins Hintertreffen. Während das anfangs locker aufgefangen werden konnte und vier von fünf Partien gedreht wurden, verloren die Eisbären durch das 2:3 (0:0, 0:2, 2:0, 0:1) nach Verlängerung gegen die Franken nun zum ersten Mal in dieser Saison drei Spiele hintereinander.
In der Tabelle rutschten sie dadurch auf den dritten Platz ab, während Nürnberg den zweiten Platz einnahm.
Vehanen von Vorderleuten im Stich gelassen
Die Rückkehr von Stammtorhüter Petri Vehanen konnte der Mannschaft von Uwe Krupp, der auf drei verletzte Profis verzichten musste, nach den zwölf Gegentoren am Wochenende also nicht genügend Stabilität geben. Zwar warf sich der Finne gewohnt souverän den Pucks entgegen, doch die Vorderleute ließen ihn ab und zu im Stich.
Nach verhaltenem Beginn, der vor allem von Fehlervermeidung geprägt war, konnten die Berliner nur kurz die Initiative übernehmen. Nürnberg sortierte sich mit der Zeit immer besser in der Abwehr, was die Eisbären erhebliche Probleme bereitete, in gute Schusspositionen zu gelangen.
Andersherum erhielten die Gäste öfter die Gelegenheit, unbedrängt vor Vehanen aufzutauchen. So konnte John Mitchell aus kurzer Distanz das 0:1 erzielen (28.), wenig später stand der frühere Berliner Petr Pohl allein vor dem Tor und traf zum 0:2 (32.).
Nürnbergs Dupuis beendet Berliner Aufholjagd
Mit dem Rückstand wurde die Partie intensiver – und ruppiger. Davon profitierten die Eisbären, als sie in Überzahl durch Nicholas Petersen den Anschlusstreffer erzielten (44.). Mark Olver gelang sogar der Ausgleich (53.) und die Eisbären schienen mit einem druckvollen Schlussspurt dem Sieg nahe zu kommen.
In der Verlängerung traf allerdings Philippe Dupuis für Nürnberg (63.) und machte die Aufholjagd zunichte.





