Kann mit zwei Geburtstagskindern in der Mannschaft eigentlich noch etwas schief gehen? Nein, kann es nicht. Sowohl Verteidiger Jens Baxmann als auch Stürmer Julian Talbot wurden am Donnerstag 31 Jahre alt – und mit dem Sieg des EHC Eisbären am Abend erlebten die beiden die wohl passendste Umrahmung ihres Ehrentages. Die Berliner setzten sich im Viertelfinalduell in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) im fünften Spiel gegen die Kölner Haie mit 4:1 (1:1, 1:0, 2:0), durch den Erfolg liegen die Eisbären in der „Best of seven“-Serie mit 3:2 vorn und sind noch einen Sieg vom Einzug in das Halbfinale entfernt. Das nächste Spiel findet am Sonnabend in Köln statt (17.30 Uhr, ServusTV).
Der Gründonnerstag begann schon am frühen Nachmittag mit Eishockey. Statt in der Mercedes-Benz Arena jedoch in Hohenschönhausen im Wellblechpalast, dort standen die Eisbären Juniors beim Finalturnier der Deutschen Nachwuchs Liga (DNL) im Endspiel den Jungadlern Mannheim gegenüber. Das U19-Team der Eisbären unterlag mit 3:5 (0:1, 2:1, 1:3), doch die Vizemeisterschaft ist schon eine große Überraschung.
Ziegler für Jurcina im Team
Auch bei den großen Eisbären wäre das nach zwei Jahren ohne Viertelfinale ein großer Erfolg, der Weg bis dahin ist allerdings noch lang. Diesmal mussten die Berliner zunächst den Ausfall von Verteidiger Milan Jurcina verkraften, der für zwei Spiele gesperrt worden ist nach einer Aktion in Spiel vier mit Verletzungsfolge und auch am Sonnabend fehlen wird. Dafür rückte Stürmer Sven Ziegler in den Kader.
Die Partie begann rasant, nach nur 37 Sekunden traf Kapitän André Rankel zur Führung für die Eisbären. Doch genauso schnell glich Nickolas Latta für die Haie aus (2.). In der Folge entwickelte sich eine Partie, die nach vielen Strafzeiten in den Spielen zuvor sehr vorsichtig geführt wurde von beiden Seiten. Dennoch spielten die Berliner mehrheitlich auf das Tor der Kölner vor den 13.524 Zuschauern. Nur war wieder wenig Zwingendes dabei. Köln tat wenig in der Offensive, wartete auf Konter.
Olver mit wichtigem Überzahltor
Diese ließen die Eisbären jedoch nicht zu. Dafür konnten sie erstmals ihr Überzahlspiel, das bislang nur schlecht funktionierte, als großen Vorteil einsetzen. Darin Olver fälschte einen Schuss von Micki DuPont ins Tor ab (37.). Die 2:1-Führung öffnete das Spiel, Köln musste mehr tun, die Eisbären bekamen mehr Platz in der Offensive. Das nutzten Florian Busch (42.) und Marcel Noebels (47.) aus und entschieden das Spiel.





