Die Chance auf ein ruhiges Osterfest für sich und ihre Familien haben die Profis des EHC Eisbären am Dienstagabend verspielt. Durch die 0:4 (0:2, 0:1 0:1)-Niederlage bei den Kölner Haien steht es nach Siegen nun 2:2 in der „Best of Seven“-Serie im Viertelfinale der Deutschen Eishockey-Liga (DEL), und nach dem nächsten Heimspiel am Donnerstag (19.30 Uhr, Mercedes-Benz-Arena) gibt es nun sicher auch am Sonnabend ein sechstes Spiel im Rheinland. Ein finales siebtes Duell würde am Ostermontag dann wieder in Berlin stattfinden.
Nach zwei torarmen Spielen zu Beginn der Serie (samt 1:0-Sieg nach Verlängerung in Köln) schien bei den Berlinern zuletzt beim 5:1 der Torknoten geplatzt zu sein, doch auch die Kölner fanden in ihrem zweiten Heimspiel eine Lösung für ihre Abschluss-Blockade. Allerdings halfen die Eisbären kräftig dabei mit, indem sie sich viel zu viele Strafzeiten einhandelten. EHC-Verteidiger Micki DuPont landete bereits in der ersten Minute in der Kühlbox, für seinen Kollegen Milan Jurcina war das Spiel nach sieben Minuten dann sogar schon beendet. Der 115-Kilo-Hüne aus der Slowakei hatte den Haie-Rivalen Jean-Francois Boucher derart brutal zusammengefahren, dass der Francokanadier von Sanitätern mit der Trage vom Eis geholt und selbiges vom Blut gereinigt werden musste.
Vehanen schon nach 53 Minuten, aber weiter kein Tor
Fünf Minuten plus Spieldauerdiszipilnarstrafe erwiesen sich als ein teurer Preis für diese unnötige Härte. Denn Fredrik Eriksson nutzte das Powerplay mit einem Schuss von der blauen Linie zur wichtigen Kölner Führung (9.). Und als auch noch Darin Olver in die Strafbank abbog, nutzte Philip Gogulla die doppelte Überzahl sogar zum 0:2 (12.). Ziemlich ähnlich lief es dann auch bei Gogullas 0:3 in der 34. Minute. „Wir sind das ganze Spiel dem Rückstand hinterher gelaufen“, ärgerte sich EHC-Trainer Uwe Krupp. Seine Eisbären spielten zwischenzeitlich gut mit, doch die Gastgeber waren einfach zu oft mit einem oder zwei Mann mehr auf dem Eis. So auch beim 0:4 durch Shawn Lalonde (58.). Dass Krupp schon nach 53 Minuten erstmals Torhüter Petri Vehanen zugunsten einen Angreifers vom Eis genommen hatte, um einen Anschlusstreffer zu erzwingen, kann als unwichtigen Anekdote abgehakt werden.
Beim so wichtigen Heimspiel müssen die Eisbären morgen wieder zu einer korrekteren Linie im Körperspiel finden und vor allem den Weg zum Tor, sonst ist die Saison für den Vorrundenzweiten schneller beendet als erwartet. Nämlich schon zu Ostern.




