Eishockey

Dank Braun gleichen die Eisbären gegen Köln im Play-off aus

Laurin Braun rennt von der Strafbank aufs Eis und erzielt das Tor des Tages in der Verlängerung für die Eisbären in Köln.

Berlins Mark Olver (l.) und Kölns Patrick Hager beim Bully

Berlins Mark Olver (l.) und Kölns Patrick Hager beim Bully

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Köln.  Eigentlich sah es aus, als würde alles etwas länger dauern. In Köln lieferten sich die Haie und der EHC Eisbären einen Schlagabtausch, jedoch einen, der zunächst ohne Tore blieb. Doch die Verlängerung lief dann an, die Berliner gerieten in Unterzahl und es sah schlecht aus. Laurin Braun saß eben noch auf der Strafbank, von dort rannte er direkt nach vorn, zog ab – und traf (63.). Der erste Treffer der Eisbären im Viertelfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) brachte ihnen den Sieg. Vor 12.576 Zuschauern in der Kölner Arena gewannen sie Spiel zwei mit 1:0 (0:0, 0:0, 0:0, 1:0). In der „Best of seven“-Serie, die am Sonntag in Berlin fortgesetzt wird (14.30 Uhr, Mercedes-Benz Arena), steht es 1:1.

Anders als im ersten Spiel, das die Berliner daheim 0:3 verloren, ging es diesmal sofort intensiver zur Sache. Die Berliner versuchten es mit mehr körperlicher Präsenz, weil sich die als probates Mittel erwiesen hatte. Bislang taten sich die Eisbären in dieser Kategorie nicht hervor, wurden in der Hauptrunde das fairste Team. Mehr Konsequenz in dieser Hinsicht, das war Trainer Uwe Krupp klar, würde es brauchen.

Berliner versuchten es mit körperlicher Präsenz

Mit ihrer Intensität hielten die Eisbären die Haie im ersten Drittel weitgehend unter Kontrolle, erarbeiteten sich auch ein paar Vorteile. Durch die enge Abwehrformation vor dem Kölner Tor fanden sie dennoch nur selten einen Weg, der auch für echte Gefahr sorgte.

Immerhin kamen sie näher vor das Tor als noch in Berlin, wo die Haie-Defensive fast nur Schüsse aus fernen Außenpositionen zugelassen hatte. Mit der Zeit entdeckten die Eisbären nun aber Lücken. So stand Marcel Noebels plötzlich nach Pass von Darin Olver ganz frei vor Haie-Torhüter Gustaf Wesslau, der aber parierte (22.). Das Spiel behielt diesen Charakter eine Weile, die Berliner bestimmten das Geschehen.

Bis drei EHC-Strafzeiten in Folge die Kölner wieder besser in die Partie kommen ließen. Fast wären die Haie dabei in Führung gegangen, aber Eisbären-Torhüter Petri Vehanen rettete im Liegen mit dem Schläger auf der Linie nach einem Schuss von Alexander Weiß (36.). Es deutete sich mehr und mehr an, dass ein Tor diese Partie schon entscheiden könnte. Auch nervlich stieg die Anspannung, immer öfter gerieten die Kontrahenten aneinander. Die Eisbären setzten viel daran, die Partie schnell zu halten. Damit brachten sie die Haie aus der Ordnung, Barry Tallackson (45.), Micki DuPont (47.) und Petr Pohl (52.) kamen zu guten Chancen. Doch erst Braun löste den Bann und glich die Serie aus.