Eishockey

Die Eisbären verlieren 0:3 gegen die Kölner Haie

Im ersten Viertelfinalspiel werden die Eisbären von den Kölner Haien zuhause überrascht. Zwei Tore werden dabei nicht gegeben.

Kölns Patrick Hager (unten rechts) bejubelt seinen Treffer zum 2:0 für die Kölner Haie

Kölns Patrick Hager (unten rechts) bejubelt seinen Treffer zum 2:0 für die Kölner Haie

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Berlin. Fehlstart für die Eisbären: Die Berliner verloren das erste Spiel der „Best of seven“-Serie des Viertelfinales zur Deutschen Meisterschaft gegen die Kölner Haie mit 0:3 (0:0, 0:1, 0:2). In einer umkämpften Partie vor 11.454 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena nutzten die Gäste die wenigen Chancen, die sich auf beiden Seiten boten, wesentlicher effektiver.

„Wir hatten mehr vom Spiel“, ärgerte sich EHC-Kapitän Andre Rankel, „waren aber nicht druckvoll genug. Dazu haben wir blöde Fehler vor den Gegentoren gemacht.“

Die Haie starteten auch spritziger in die Partie, waren sichtlich besser im Rhythmus, da sie sich erst am Sonntag im dritten Spiel des Pre-Play-off gegen Meister Mannheim für dieses Viertelfinale qualifiziert hatten. Die Eisbären hingegen hatten neun spielfreie Tage.

Nachdem Berlins Torwart Petri Vehanen in den ersten beiden Minuten schon dreimal eingegriffen hatte, kamen auch seine Vorderleute auf Betriebstemperatur. Es entwickelte sich ein Spiel, in dem beide die Gratwanderung zwischen Risiko und Sicherheit ganz ordentlich hinbekamen.

Spencer Machacek trifft das leere Tor nicht

Dennoch fielen Tore – zwei, die es allerdings nicht bis auf die Anzeigetafel schafften. Beim Kölner Treffer in Berliner Unterzahl bemühten die Schiedsrichter den Videobeweis und erkannten auf Torraum-Abseits (8.). Dem vermeintlichen Tor der Eisbären (12.) war ein Foul vorausgegangen, das Spiel längst unterbrochen. Der erste Abschnitt hätte allerdings nicht torlos enden müssen. Spencer Machacek vergab die Chance zur Berliner Führung, weil er die Scheibe vor dem leeren Kölner Tor nicht richtig erwischte (20.).

Hatte es im ersten Drittel noch einige Strafzeiten gegeben, drei für die Eisbären, zwei für die Haie, agierten beide Teams jetzt vorerst disziplinierter. Es war klar, dass es keine torreiche Partie werden würde. Ein Fehler mehr könnte die Partie entscheiden.

Nach Florian Buschs Puckgewinn in der neutralen Zone fehlten seinem Pass zu Machacek nur wenige Zentimeter (25.) – fehlerfrei, aber mit Pech. Mehr Glück hatten die Kölner fünf Minuten darauf: Philip Gogulla fälschte die Scheibe aus Nahdistanz zum 0:1 ins Berliner Tor (30.) ab.

Vehanen rutscht Puck durch die Schoner

Als kurz vor der zweiten Pause ein Kölner auf die Strafbank musste, wurde zweierlei deutlich: erstens, dass der Kölner Torwart Gustaf Wesslau seinem Gegenüber Vehanen in nichts nachstand; zweitens, dass das Berliner Überzahlspiel alles andere als zwingend war.

Zu Beginn des Schlussdrittels setzten die Eisbären ihre Gäste etwas mehr unter Druck, Busch hätte fast zum Ausgleich getroffen (41.). Der Offensivdrang wurde aber umgehend bestraft, als Vehanen ein scheinbar gehaltener Puck durch die Schoner rutschte und Patrick Hager mit dem 0:2 für die Vorentscheidung sorgte (43.).

So laut die Berliner Fans in der Folge auch sangen, das Gefühl, ihr Team könnte das Spiel noch drehen, stellte sich nie ein. Als Vehanen für einen sechsten Feldspieler sein Tor verlassen hatte, traf Alexander Weiß zum Endstand.

Red Bull München gewinnt 5:0 gegen Straubing

Die Niederlage in eigener Halle zum Play-off-Auftakt ist kein gutes Omen. In der Hauptrunde gewannen beide Teams jeweils ihre Heimspiele. Aber in einer „Best of seven“-Serie ist es auch für den Gewinner des ersten Spiels ein weiter Weg bis zum entscheidenden vierten Sieg. Am Freitag (19.30 Uhr) geht die Serie in Köln weiter.

Dass die Vereine, die über das Pre-Play-off das Viertelfinale erreichten, nicht im Vorteil sein müssen, bewies das andere Spiele des Dienstagabends. Da gewann Red Bull München, Tabellenerster nach der Punkterunde, 5:0 (2:0, 1:0, 2:0) gegen Straubing.