Eishockey

Die Eisbären treffen im Viertelfinale auf die Kölner Haie

Die Haie sind ab Dienstag Gegner der Eisbären im Viertelfinale. Diese Paarung ist gleich aus mehreren Gründen brisant.

Der Kölner EC setzte sich im Pre-Play-off gegen Titelverteidiger Mannheim durch

Der Kölner EC setzte sich im Pre-Play-off gegen Titelverteidiger Mannheim durch

Foto: PA/Promediafoto / BM

Berlin – Am Sonntagvormittag trainierte die Mannschaft des EHC Eisbären planmäßig. Nach der üblichen Nachbereitung – ein bisschen Auslaufen, Ausradeln, Massage etc. – begaben sich die meisten Profis heimwärts und gingen ihren eigenen Dingen nach.

Obwohl sie auch in der Kabine hätten bleiben können und gemeinsam Eishockey gucken am Nachmittag. Da wurde schließlich ausgespielt, wer ab Dienstag im Viertelfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) der Gegner der Berliner ist (19.30 Uhr, Mercedes-Benz Arena). Nach dem 4:2 (1:0, 2:1, 1:1) gegen die Adler Mannheim im dritten Pre-Play-off-Spiel heißt der Kontrahent: Kölner Haie.

Eine durchaus pikante Paarung, zumindest für EHC-Trainer Uwe Krupp, gebürtiger Kölner und von 2011 bis 2014 Übungsleiter der Haie, geschieden im Unfrieden. Gegen die Rheinländer dürfte seine Motivation eine ganz besondere sein.

Teuerster Kader der Liga

Doch die Aufgabe in der „Best of seven“-Serie hat es in sich. „Das wird ein harter Kampf werden. Die Jungs stehen wirklich sehr gut defensiv, vorn schießen sie Tore, wenn sie Chancen haben“, sagt Angreifer Marcel Noebels.

Die Kölner stehen in dem Ruf, den wohl teuersten Kader der Liga zu unterhalten. Trotzdem verlief die Saison mehr schlecht als recht, die Punkterunde beendeten die Haie als Siebte und mussten in das Pre-Play-off. Dort schalteten sie die Adler aus, den Titelverteidiger.

Im zweiten Pre-Play-off-Duell flog Vizemeister Ingolstadt gegen Straubing raus, das nun auf Hauptrundensieger München trifft. Große Vorteile für irgendwen sind kaum auszumachen. „Ich denke schon, dass die Berliner Respekt vor uns haben werden. Gegen die Besten in der Tabelle haben wir immer gut gespielt“, sagt Haie-Stürmer Andreas Falk.

Beide Teams standen im Finale 2008 und 2013

In den Punktspielen siegte der Tabellenzweite jeweils daheim (5:2, 3:1) und verlor in Köln (1:6, 3:4). Seit dem Trainerwechsel im Januar, wo Krupp-Nachfolger Niklas Sundblad für Cory Clousten weichen musste, treten die Haie wieder sehr kompakt auf und ermöglichen dem Gegner kaum Chancen.

Bislang trafen die Eisbären dreimal im Play-off auf die Rheinländer. Zuletzt 2013 im Finale und 2012 im Viertelfinale, jeweils mit Uwe Krupp an der Kölner Bande. Davor standen sich beide Teams im Finale 2008 gegenüber. Alle diese Serien gewannen die Eisbären, der Rekordmeister mit sieben Titeln, gegen den zweifachen DEL-Champion (1995/2002).

Bei dem kennt Sportdirektor Mark Mahon die Berliner sehr gut, er war bis Januar Co-Trainer der Berliner. Auch ein Punkt mit einer gewissen Brisanz in diesem Duell.