Eisbären Berlin

Eine Palette voller Möglichkeiten für die Eisbären

Die Berliner können sich in den letzten beiden Spielen von Platz eins bis sechs einordnen. In Nürnberg wartet ein direkter Kontrahent.

Spencer Machacek (l.) kämpft mit den Eisbären um den besten Platz

Spencer Machacek (l.) kämpft mit den Eisbären um den besten Platz

Foto: Uwe Anspach / dpa

Berlin.  Mit dem Spiel vom Mittwoch mochten sie sich gar nicht mehr beschäftigen. „Das war kein Maßstab“, sagt André Rankel. Der Kapitän des EHC Eisbären räumt zwar ein, dass die Partie gegen den Tabellenletzten der Deutschen Eishockey Liga (DEL) aus Schwenningen (2:4) tüchtig missraten war. Doch Kollege Frank Hördler fasst die Sicht der Dinge bei den Eisbären ganz pragmatisch zusammen. „Nur weil man vor dem Play-off ein schlechtes Spiel hat, heißt das nicht, dass es bergab geht“, so der Verteidiger. Nicht zum ersten Mal, so sein Hinweis, würden die Berliner zum Ende der Punkterunde schwache Ergebnisse einspielen.

Als Problem erwies sich das nie, glücklich ist Trainer Uwe Krupp mit der jüngsten Bilanz von drei Spielen ohne Sieg dennoch nicht. Hängen bleibe immer „der Eindruck vom letzten Spiel, und da waren wir nicht sehr gut“, so Krupp. Da die entscheidende Saisonphase bevorsteht und sich die Ausgangsposition der Berliner für das Viertelfinale in den letzten beiden Punktspielen gegen Nürnberg und Mannheim noch stark verändern kann, nimmt Krupp die Ergebnisse nicht auf die leicht Schulter. Sein Missmut ließ sich nach der Niederlage gegen Schwenningen, bei der die Berliner 2:0 geführt hatten, in seinem Gesicht ablesen.

Schwächeres Torverhältnis

Die Palette umfasst noch eine ganze Reihe an Möglichkeiten. „So eine Konstellation hatten wir in den vergangenen Jahren nie“, sagt André Rankel. Für den EHC ist theoretisch Platz eins bis sechs drin. Attraktiv wären besonders die ersten vier Ränge, weil sie im Viertelfinale das Heimrecht garantieren. Aktuell liegen die Berliner auf Rang drei. Gegner Nürnberg ist als Fünfter drei Zähler dahinter. Mit einer weiteren Niederlage könnte der EHC erstmals seit dem 22. Spieltag aus den TopDrei der DEL fallen und dann gleich auf Rang fünf durchgereicht werden. Dass die Berliner neben Nürnberg mit dem schwächsten Torverhältnis unter den besten Sechs dastehen, ist zudem ein Nachteil.

Ein Freund von solchen Zahlenspielen ist Trainer Krupp keineswegs, für ihn zählt nur Eines: „Im entscheidenden Moment gut zu spielen, darauf kommt es an.“ Zwar sagt die Platzierung, mit der eine Mannschaft in das Play-off startet, noch nichts darüber, wie sie dort abschneidet. Nach den schlechten Resultaten zuletzt wollen die Berliner nun allerdings nicht noch weiter abrutschen. Die Stimmung immerhin ist positiv. „Wir sind eine gute Mannschaft“, sagt Rankel. Noch dazu eine, die mit Steigerungspotenzial ins Play-off geht.