DEL-Endspurt

Eisbären gegen Schlusslicht mit dritter Niederlage in Folge

Zwar führen die Berliner 2:0 gegen Schwenningen, verlieren aber 2:4. Für die Eisbären wird es mit dem Viertelfinal-Heimrecht wieder eng.

Barry Tallackson (M.) erzielte das erste Tor für die Eisbaeren

Barry Tallackson (M.) erzielte das erste Tor für die Eisbaeren

Foto: City-Press / picture alliance / City-Press Gb

Berlin.  Die Eisbären sind zwei Wochen vor dem Play-off-Start von einer meisterlichen Form meilenweit entfernt, wenn nicht sogar Lichtjahre. Am drittletzten Spieltag der Hauptrunde in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) verloren die Berliner vor 10.622 Zuschauern in der Mercedes-Benz-Arena gegen den Tabellenletzten, die Schwenninger Wild Wings, mit 2:4 (2:0, 0:1, 0:3).

Eisbären-Trainer Uwe Krupp hatte sich nach den beiden Auswärtsniederlagen am Freitag in Iserlohn (3:4 n.P.) und am Sonntag in Köln (3:4) entschlossen, ein wenig zu rotieren. Die Stürmer Laurin Braun und Petr Pohl pausierten, dafür durfte der Japaner Shuhei Kuji, der zuletzt nur auf der Tribüne saß, mal wieder ran. Für Petri Vehanen hütete wie schon beim jüngsten Heimspiel gegen Krefeld Kevin Nastiuk das Berliner Tor.

Tallackson und Rankel treffen

Den größten Unterschied machte aber, zumindest anfangs, Darin Olver. Der Topscorer der Eisbären hatte wegen einer Grippe in den vergangenen drei Spielen gefehlt und gab gleich nach 2:25 Minuten seinen 25. Pass in dieser Saison, der zu einem Tor führte. Empfänger war Barry Tallackson, der Gäste-Torwart Joseph MacDonald sehenswert austanzte und zum 1:0 traf.

Es entwickelte sich ein Spiel, in dem zu spüren war, dass das Schlusslicht der Liga so kurz vor der extra-langen Sommerpause nicht mehr mit dem allerletzten Einsatz zu Werke ging. Dennoch hatten Nastiuk und auch sein kanadischer Landsmann MacDonald mehrfach Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Dann aber umkurvte Henry Haase das Tor der Wild Wings und bediente Kapitän Andre Rankel – das 2:0 (15.).

Nürnberg nur drei Zähler zurück

Jetzt im Schlussspurt zähle „jeder Punkt und jedes Tor“, sagte Florian Busch nach dem ersten Drittel. Er und sein Team hatten aber große Probleme, dem Taten folgen zu lassen. Sie kassierten erst zwei Strafzeiten (T.J. Mulock und Tallackson) und in der Folge den Anschlusstreffer durch Matthew Pelech (1:2/26.). Nastiuk verhinderte nach einem Solo von Yan Stastny bereits da den Ausgleich (29.). Unverständlicher Weise hatte sich der EHC nach gutem Start dem Niveau der Gäste angepasst.

Im Schlussabschnitt setzten die Hausherren ihr Spiel nur kurz konsequenter durch, gerieten dann aber in Unterzahl, weil ein sechster Feldspieler auf dem Eis war. Die Wild Wings fackelten nicht lange, Will Acton glich zum 2:2 aus (48.). Zum 2:3 traf Stastny 87 Sekunden vor dem Ende, und als Nastiuk für einen sechsten Feldspieler das Eis verlassen hatte, machte Damian Fleury mit seinem Weitschuss ins leere Tor die Blamage perfekt. Damit rutschten die Berliner vor dem vorletzten Hauptrundenspiel am Freitag in Nürnberg auf Platz drei ab und müssen aufpassen, dass sie das Heimrecht im Viertelfinale nicht verspielen. Nürnberg auf Platz fünf ist nur drei Zähler entfernt.