Eishockey

Eisbären lassen beim 3:4 in Köln zu viele Chancen ungenutzt

Gegen die Kölner Haie zogen die Eisbären mit 3:4 den Kürzeren. Ein wichtiger Sieg für den Gastgeber, der noch um die Playoffs kämpft.

Die Eisbären scheiterten immer wieder an Kölns Torhüter Gustaf Wesslau

Die Eisbären scheiterten immer wieder an Kölns Torhüter Gustaf Wesslau

Foto: Horn/ Eibner-Pressefoto / picture alliance / Eibner-Presse

Köln. Das Anrennen der Berliner entwickelte im letzten Abschnitt immer mehr Wucht. Die 13.922 Zuschauer in der Kölner Arena kamen noch einmal ins Zittern, vor allem nachdem Marcel Noebels den Anschlusstreffer erzielt hatte (58.). „Berlin hat im letzten Drittel viel Druck ausgeübt“, sagte Cory Clouston, Trainer der Kölner Haie.

Mehr als das 3:4 (2:3, 0:1, 1:0) gelang den Eisbären jedoch nicht. Zum zweiten Mal an diesem Wochenende verlor die Mannschaft von Trainer Uwe Krupp damit nach dem 3:4 in Iserlohn zwei Tage zuvor. Ihren zweiten Platz in der Tabelle der Deutschen Eishockey Liga (DEL) behaupteten sie dennoch.

Dafür ist es im Kampf um den Verbleib unter den besten Vier, was im Viertelfinale das Heimrecht sichern würde, noch enger geworden. Vor den letzten drei Partien der Hauptrunde trennen die Eisbären nur vier Punkte von Platz fünf.

Eisbären mit Startschwäche

Es hätten mehr sein können, doch in Iserlohn verschenkten die Berliner nach einer 3:0-Führung kostbare Zähler. In Köln befiel die Eisbären im ersten Drittel wieder eine Startschwäche. „Wir sind von Anfang an dem Ergebnis hinterhergelaufen. So hat es sich angefühlt“, sagte Krupp.

Schon nach 58 Sekunden lagen die Eisbären nach einem Treffer von Patrick Hager zurück. Zwar konnte Jenx Baxmann ausgleichen (8.), doch ein von Unachtsamkeiten begünstigter Doppelpack von Dragan Umicevic (11./13.) warf den EHC erneut zurück.

Hatten die Berliner in Iserlohn überhaupt keine Überzahlspiele erhalten, so konnten sie sich diesmal nicht über einen Mangel beklagen. Barry Tallackson nutzte das zum 2:3 (20.). Sonst aber machten die Eisbären zu wenig aus diesen Möglichkeiten, ließen auch eine doppelte Überzahl verstreichen.

Vielleicht sieht man sich im Viertelfinale

Nach einem zweiten Drittel mit Kölner Vorteilen und dem Treffer von Fredrik Eriksson (23.) setzten die Eisbären alles daran, die achte Niederlage im 17. Spiel des neuen Jahres zu vermeiden. „Aber Köln hat gut verteidigt und war in der Lage, das Spiel über die Runden zu bringen“, so Krupp.

In der Tabelle brachte das die Haie nicht vom neunten Platz weg, aber der Abstand zum Nicht-Play-off-Rang elf vergrößerte sich. Da nach vorn auch nichts mehr geht und die direkten Viertelfinalplätze fast vergeben sind, scheint für die Haie eine Teilnahme am Pre-Play-off wahrscheinlich.

Vielleicht können sie auf diesem Weg sogar zum Viertelfinalgegner der Eisbären werden. Uwe Krupp verabschiedete sich jedenfalls bei seinem Ex-Klub so: „Man sieht sich!“