Eishockey

Eisbären lassen in Iserlohn wichtige Punkte liegen

Mit 3:0 führen die Berliner bei den Roosters, doch am Ende verlieren die Eisbären 3:4 nach Penaltyschießen und die Tabellenführung.

Nachdenklich: Trainer Uwe Krupp

Nachdenklich: Trainer Uwe Krupp

Foto: Peter Steffen / dpa

Iserlohn.  Das Wechselspiel an der Spitze der Deutschen Eishockey Liga (DEL) geht weiter. Nachdem die Eisbären Berlin die Tabellenführung gerade erst zurückerobert hatten, mussten sie diese am Freitag erneut an Red Bull München abgeben. Schuld daran war die Niederlage der Eisbären bei den Iserlohn Roosters mit 3:4 (1:0, 2:2, 0:1, 0:1) nach Penaltyschießen.

Damit verschenkten die Berliner am fünftletzten Spieltag der Hauptrunde wichtige Punkte im Kampf um die beste Play-off-Position, denn sie führten nach Treffern von Sven Ziegler (16./23.) und Marcel Noebels (22.) schon früh mit 3:0. Damit setzten sie die Vorgabe um, besser ins Spiel zu starten als zuletzt. Sie waren spritziger, wacher, kombinierten besser. Das hatte in den Partien zuvor in der Anfangsphase oft gefehlt.

Nur Strafen für die Eisbären

Iserlohn war durch die Treffer aus dem Konzept gebracht. Doch viele Strafzeiten der Eisbären brachten die Gastgeber zurück ins Spiel. Erstaunlicherweise erhielten nur die Berliner in dieser Partie Strafen gegen sich. Ein Zufall sicher, dass dies ausgerechnet passierte in einer Partie mit Beteiligung von Schiedsrichter Roland Aumüller. Der leitete auch das Spiel der Eisbären Ende Januar in Düsseldorf (4:3 n.V.), in dem EHC-Trainer Uwe Krupp aufgrund vieler eigentümlicher Entscheidungen die Fassung verloren hatte und von der Liga bestraft worden war.

Diesmal war Krupp von den Colorado Avalanche, mit denen er 1996 den Stanley Cup in der NHL gewann, zu einem Alumnispiel für die Nacht zum Sonnabend eingeladen worden, sagte wegen der Verpflichtungen bei den Eisbären aber ab. So sah er, wie Iserlohn durch ein Überzahltor (Chris Conolly/38.) und einen Penaltyschuss (Brooks Macek/39.) binnen 35 Sekunden zum Anschluss kam. Durch den Vorsprung hatte bei den Berlinern die Konzentration gelitten, so dass sie auch das 3:3 durch Cody Sylvester nicht verhindern konnten. Im Penaltyschießen trafen die Roosters doppelt und damit einmal mehr als der EHC, für den Julian Talbot erfolgreich war.