Elegant zog er nach rechts, verzögerte, machte noch einen Schlenker, war am Tor schon vorbei, fuhr seitlich wieder zum Netz und legte den Puck darin ab. Diesen Treffer wird Constantin Braun so schnell nicht vergessen. „Ich bin normal nicht bekannt dafür, solche Tore zu schießen“, sagt der Verteidiger. Aber ab und an entdecken eben auch die Abwehrspieler ihre künstlerische Ader. Braun sah selbst nach der Partie gegen die Straubing Tigers noch etwas erstaunt aus ob seiner fast artistischen Einlage.
Gute Platzierung halten
Wichtiger als die Form war der Inhalt, Brauns Treffer half dem EHC Eisbären beim 2:1 gegen die Niederbayern, die Tabellenführung in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zu verteidigen. Zuletzt hatten die Berliner etwas Glück, dass sie noch oben bleiben konnten. Entsprechend kämpften sie gegen Straubing. „Wir dürfen nichts mehr liegen lassen“, so Braun.
Zehn Spiele vor dem Ende der Hauptrunde täte es weh, die gute Position noch aus der Hand zu geben. „Wir werden jetzt alle dafür geben, dass wir weiter oben bleiben“, so Braun.
Nur zwei Punkte Vorsprung
Schon am Freitag werden die Eisbären diesbezüglich maximal gefordert. Denn der EHC Red Bull München gastiert in der Hauptstadt. Die Bayern mit Ex-Eisbären-Erfolgstrainer Don Jackson sind derzeit in starker Verfassung und haben sich mit vier Siegen in Folge zum ärgsten Verfolger der Berliner entwickelt. Vor dem Spitzenspiel zwischen dem Ersten und Zweiten trennen beide zwei Punkte.
Es wäre also wichtig, André Rankel dabei zu haben. Gegen Straubing musste der Kapitän nach einem Check gegen den Kopf schon im ersten Drittel raus. Erst ab Dienstag wird sich zeigen, ob Rankel noch pausieren muss und vielleicht auch gegen Hamburg am Sonntag im letzten Spiel vor der Februar-Pause fehlt.





