Eishockey

Eisbären verlieren mit 2:5 gegen Ingolstadt

Die Eisbären Berlin haben am Freitagabend das zweite Heimspiel in Folge verloren. Das Team unterlag Ingolstadt mit 2:5.

Für Marco Janzen wurde es ein ganz besonderer Abend. Eigentlich hatte er sich nur eine Karte für das Spiel des EHC Eisbären gegen den ERC Ingolstadt gekauft. Doch nach ihrer Eröffnung im Jahr 2008 erwartete die Mercedes-Benz Arena bei eben jener Partie aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ihren zehnmillionsten Besucher, und der war Marco Janzen. Den Puck zum Ehrenbully durfte er dafür einwerfen, und er durfte mit Peter John Lee, dem Manager der Eisbären, sowie Stefan Ustorf, dem Sportlichen Leiter, das Spiel in der Loge der Berliner verfolgen.

Bei so einer Überraschung wird ein Ergebnis schnell zweitrangig, gar nicht so unpassend, denn Janzen wurde diesbezüglich nicht verwöhnt. Mit 2:5 (1:1, 1:1, 0:3) unterlag der Tabellenführer den Oberbayern vor 12.617 Fans. Der EHC bleibt jedoch Spitze, weil Verfolger ¬Iserlohn ¬seine Partie in Krefeld verlor.

Es war ein schwieriger Abend für die Berliner. Nach der derben Schiedsrichterschelte von Trainer Uwe Krupp am vergangenen Wochenende wirkte es, als wollte die gestreifte Zunft zurückschlagen und sorgte für reichlich Gedränge auf der Eisbären-Strafbank. In doppelter Unterzahl gerieten die Berliner dann auch in Rückstand durch Patrick McNeill (10.). Zerfahren ging es weiter, vieles blieb Stückwerk, einiges sah etwas verkrampft aus. „Man merkte, dass Ingolstadt jeden Punkt braucht“, sagte Stürmer Spencer Machacek. Die Bayern kämpfen im Mittelfeld verbissen um den Einzug in das Play-off.

Dennoch drehten die Eisbären die Partie. Ausgerechnet Rückkehrer Mark Bell traf nach einem Jahr Verletzungspause nach Vorlage von Machacek zum 1:1 (13.), eine Flugeinlage in Netz garnierte seinen Treffer. Reihenkollege Sven Ziegler erzielte die Führung (24). Der vierte Sieg im vierten Saisonduell schien zum Greifen nah. Doch die Berliner fanden ihren Rhythmus einfach nicht, viele Unachtsamkeiten verschafften Torhüter Petri Vehanen ordentlich Beschäftigung. Gegen Brandon Buck hatte der Finne dabei drei Mal das Nachsehen (41., 48., 56.). Wenigstens Marco Janzen hatte trotzdem sein ¬großes Erlebnis an diesem Abend.