Im Sommer 2014 verpflichtete der EHC Eisbären Mathias Niederberger (23) als Torhüter für die Zukunft. Damals erhielt er einen Dreijahresvertag beim Rekordmeister der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Nach nur einem Jahr wechselte Niederberger nach Düsseldorf, denn hinter dem erfahrenen Petri Vehanen (38) kam Niederberger kaum zum Einsatz. Die Berliner setzten den Vertrag des Goalies nur aus, er soll zurückkehren und Vehanen nach Ablauf dessen Vertrages 2017 als Stammkraft beerben. Am Wochenende treffen die Eisbären und die DEG als Erster und Dritter gleich zweimal zum Topspiel aufeinander. Die Morgenpost sprach mit Niederberger.
Berliner Morgenpost : Herr Niederberger, die DEG steht prima da. Was macht das Team so stark?
Mathias Niederberger: Wir haben eine sehr gute Stimmung in der Mannschaft, gute Führungsspieler, junge Spieler, die mitziehen. Da stimmt es. Wir sind gut aufgestellt, verfügen über eine gute Tiefe.
Die DEG hat auch einen starken Torhüter. In Ihrer ersten Saison als Nummer eins stehen für Sie die beste Fangquote, der zweitniedrigste Gegentorschnitt und die zweitmeisten Siege in der Statistik.
Dass es bei mir gut läuft, hängt sehr viel mit der Mannschaftsleistung zusammen. Wir spielen wirklich sehr gut, es macht einfach Spaß. Wenn man als Torhüter spielt, dann verbessert man sich auch und kann sich weiterentwickeln. Das passt gut zusammen.
Auch, weil Sie bei Ihrem Heimatklub spielen?
Das ist etwas Schönes. Die Familie ist da, das gewohnte Umfeld nach vier Jahren. Ich wohne sogar zu Hause bei meiner Mutter und muss nicht einmal kochen.
Das war in Berlin sicher anders. Jetzt steht das Doppel-Wochenende mit zwei Spielen gegen die Eisbären an. Eine interessante Konstellation für Sie?
Natürlich ist es toll, sich gegen den Tabellenführer messen zu dürfen. Wir hoffen, mit Punkten aus dem Wochenende herauszugehen.
Welche Rolle spielt Ihre eigene Situation dabei?
Zu der Vertragssituation kann ich nichts sagen. Ich konzentriere mich sowieso auf meinen Job, und ich spiele jetzt für die DEG.
Wie kam es zu dem Wechsel?
Das war eine Absprache zwischen DEG-Trainer Christof Kreutzer und Eisbären-Manager Peter John Lee. Ich war da außen vor. Aber ich möchte mich weiterentwickeln und spielen. Und Petri Vehanen ist der erfahrenste Torhüter in der Liga, der tolle Leistungen bringt. In Berlin war es daher wirklich schwer für mich. Die Chance in Düsseldorf wahrzunehmen, war da das Beste. Für mich war das wichtig, denn ich möchte nicht stehenbleiben. Bei der DEG hatte ich die Möglichkeit auf diese Position, das ist ein Schritt nach vorn.
Ihre Werte lassen nur diesen Schluss zu. Der einzige Torhüter, der mehr Spiele gewonnen hat als Sie bisher in dieser Saison ist Petri Vehanen bei den Eisbären. Sie hatten in Berlin viel gemeinsam unternommen. Haben Sie mal mit ihm über den Wechsel geredet?
Wir stehen immer noch in engem Kontakt, wir sind gute Freunde. Petri ist ein toller Kerl.
Wie es heißt, bleiben Sie auch nächste Saison noch in Düsseldorf. Für Sie beide scheint kein Platz mehr in einem Team zu sein. Oder?
Natürlich ist es etwas Besonderes, mit Petri zusammenzuspielen. Aber ich bin gern Nummer eins, das soll auch so bleiben.
Wenn Sie weiter so spielen, wird die DEG Sie kaum wieder gehen lassen wollen. Ist die Rückkehr nach Berlin überhaupt ein Thema bei Ihnen?
Dazu kann ich nichts sagen. Peter und Christof haben da schon die richtigen Schritte unternommen, das ist eine Sache zwischen ihnen.





