Soziales Engagement

Ustorf: „Wir machen das einfach alle gern“

Bei den Eisbären wird am Sonntag für die Kältehilfe der Stadtmission gesammelt. Die Berliner und ihre Fans unterstützen viele Projekte.

Sportlicher Leiter der Eisbären: Stefan Ustorf

Sportlicher Leiter der Eisbären: Stefan Ustorf

Foto: City-Press / picture alliance / City-Press Gb

Berlin.  Am Sonntag zum Spiel der Eisbären gegen Augsburg (14.30 Uhr, Mercedes-Benz Arena) rufen die Berliner zusammen mit ihren Fans dazu auf, die Kältehilfe der Berliner Stadtmission zu unterstützen. Zum sechsten Mal schon werden Geld- und Sachspenden gesammelt. Der „Kältebus-Aktionstag“ ist längst nicht das einzige, wofür sich der Klub und sein Anhang engagieren. Sogar Greenpeace präsentierte seine Anliegen bereits in der Arena. Stefan Ustorf, der Sportliche Leiter der Eisbären, sieht eine soziale Verantwortung und hilft gern.

Berliner Morgenpost: Herr Ustorf, wissen Sie eigentlich, für wie viele gute Sachen sich die Eisbären und ihre Fans mittlerweile in den Dienst stellen?

Stefan Ustorf: Nein, weiß ich nicht. Das ist so viel. Wir sind bei Kinderlächeln dabei, beim Kältebus, helfen der Susan-G.-Komen-Stiftung im Kampf gegen Brustkrebs. Wir haben Flüchtlingskinder unterstützt, waren gegen häusliche Gewalt engagiert. Aber das ist längst nicht alles.

Was macht das Engagement für Sie aus?

Wir haben einfach eine sehr große Plattform durch den Fakt, dass pro Wochenende 12.000 Zuschauer in die Halle kommen und wir diese ansprechen können. Ebenso erreichen wir über die Medien eine ganze Menge Menschen. Wenn man diese Möglichkeiten hat, dann nutze ich das gern für Dinge, die mir wichtig sind. Es besteht auch eine soziale Verantwortung, wenn man so in der Öffentlichkeit steht. Bei uns in der Organisation sind wir sehr viele Leute, die da gleich denken, und natürlich sind unsere Fans sehr stark engagiert. Darüber hinaus gibt es Spieler wie Bruno Gervais, die selbst über eigene Stiftungen einen Beitrag leisten. Das alles hat sich bei uns über die Jahre eingebürgert, weil wir das einfach alle gern machen.

Unterstützt der Verein eigentlich alles, was sich irgendwie anbietet?

Dazu sind wir zeitlich gar nicht in der Lage. Jedem sind andere Sachen wichtig, mir beispielsweise die Susan-G-Komen-Stiftung und Kinderlächeln. Und jeder setzt sich entsprechend mehr dafür ein. Letztlich versuchen wir, so viel umzusetzen wie möglich.

Gibt es Feedback von Seiten derjenigen, die unterstützt werden?

Das kriegen wir. Das sind schöne Sachen, die einen freuen. Aber wir erwarten dafür nichts.