Eishockey

Eisbär Braun: Endlich steht die Null nicht mehr

So lange musste der Stürmer des EHC Eisbären in der DEL noch nie auf ein Tor warten. Er hat die Zeit mit anderen Dingen überbrückt.

Das erste Mal ist immer schwer: Laurin Braun

Das erste Mal ist immer schwer: Laurin Braun

Foto: nph / Engler / picture alliance / nordphoto

Berlin.  Erst wollte er die Sache abtun. Kein großes Ding, wenn man mal nicht trifft. „Nicht so schlimm“, sagte Laurin Braun. Ganz so unwichtig sind die Treffer für einen Stürmer dann aber doch nicht, auch nicht für Braun. Seit über fünf Jahren spielt er regelmäßig in der Deutschen Eishockey Liga (DEL), noch nie musste er so lange auf ein Tor warten. „Es war schon Zeit, dass es passiert“, erzählte der 24-Jährige ein paar Sätze später. Im 34. Spiel traf er zum ersten Mal in dieser Saison.

Sein Tor zum 2:1 war spielentscheidend, brachte dem EHC Eisbären am Dienstag den Sieg beim 3:1 gegen die Kölner Haie. „Wir haben das Tor gebraucht“, sagte Braun. Das macht seinen Treffer noch wertvoller. Die Tabellenspitze sprang obendrein dabei heraus. Braun war schon mehrmals aufgefallen in der Partie, hatte gleich zu Beginn zwei gute Chancen. Doch bislang fehlte ihm das Glück in dieser Spielzeit.

Erleichterung über das Ende seiner Flaute machte sich auch bei Trainer Uwe Krupp breit. Nach dem Treffer gab es auf der Spielerbank mehr als die übliche Zuwendung. „Mich freut das. Er arbeitet immer viel und spielt verschiedene Rollen in der Mannschaft“, so Krupp. Das ist es auch, womit sich Braun immer wieder motiviert hat. „Man versucht, sich mit anderen Sachen zu pushen. Schüsse blocken ist auch wichtig“, sagt der Außenangreifer, der sich auch zu einem passablen Mittelstürmer entwickelt hat.

Zwei Tore in der Champions League

Ganz leer ging Braun aber gar nicht aus, in der Champions Hockey League traf er immerhin zweimal. In der DEL dagegen war er der drittletzte Stammspieler der Berliner ohne Treffer, nur bei Verteidiger Henry Haase und Stürmer Shuhei Kuji steht noch die Null. Wobei nur bei dem Japaner aufgrund seiner geringen Einsatzzeiten zu befürchten ist, dass sich daran nichts mehr ändert.

Braun kann jetzt freier spielen, die neue Mischung der Reihen durch den Zugang von Mark Olver brachte ihm zudem stärkere Partner an die Seite. Dadurch kann er sich seit einiger Zeit besser einbringen, Braun lebt auf. Ob ihm jetzt schnell weitere Treffer gelingen, ist für ihn eher nebensächlich: „Hauptsache, wir spielen gut und gewinnen.“ Am Freitag in Nürnberg liegt vor den Eisbären die nächste schwere Aufgabe. Schließlich ist der Tabellensechste das Team in der DEL mit der meisten Erfahrung in der besten Liga der Welt, der NHL. Das kann man auch nicht einfach abtun.