Eishockey

Eisbären begrüßen das neue Jahr mit einer Torgala

Gegen Schwenningen gelingt den Berlinern ein 6:2-Erfolg. Ein verspätetes Geschenk für gleich vier Geburtstagskinder der Eisbären.

Eisbären-Kapitän André Rankel (r.) setzt sich gegen Schwenningens  Hannu Pikkarainen durch

Eisbären-Kapitän André Rankel (r.) setzt sich gegen Schwenningens Hannu Pikkarainen durch

Foto: nph / Engler / picture alliance / nordphoto

Berlin.  Weihnachten, der Jahreswechsel und in den ersten drei Tagen des neuen Jahres gleich vier Geburtstage von Spielern und Offiziellen – in die momentane Feierstimmung beim EHC Eisbären hätte nichts anderes gepasst als ein Sieg gegen die Schwenninger Wild Wings im ersten Spiel 2016.

Der fiel dann auch angemessen aus, pro Geburtstagskind – die Stürmer Mark Olver und Florian Busch wurden 28 und 31, Manager Peter John Lee erreichte die 60 und Sportdirektor Stefan Ustorf die 42 – schoss das Team von Trainer Uwe Krupp mindestens einen Treffer. In der Deutschen Eishockey Liga (DEL) sicherten die Berliner mit dem 6:2 (2:0, 2:0, 2:2) vor 13.916 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena ihren zweiten Platz ab.

Nach zwei Niederlagen zum Jahresabschluss war ein Erfolg für die Eisbären auch Pflicht. Dass dieser nach zuvor unbefriedigender Torausbeute mit einigen Treffern ausfallen würde, hatte sich beim jüngsten Aufeinandertreffen der Berliner mit den Schwarzwäldern (8:7 n.V.) angedeutet.

Krupp: „Wir waren spritziger als zuletzt“

Die Weichen waren diesmal auch recht bald auf Sieg gestellt. Petr Pohl traf mit einem schönen Schuss vom rechten Bullykreis zur Führung (8.), und Bruno Gervais schob in Überzahl zum 2:0 ein (15.). „Wir waren spritziger heute als zuletzt, konnten mehr Druck machen und auch mit mehr Emotionen spielen“, sagte Krupp.

Für Torhüter Kevin Nastiuk war es dennoch zunächst kein einfaches Spiel. Da Stammtorhüter Petri Vehanen eine Pause erhielt, kam der 30-Jährige zu seinem zweiten Saisoneinsatz. Es war insgesamt erst das dritte Mal, dass Vehanen nicht im Tor stand.

Beide Spiele mit den Ersatzleuten gingen zuvor verloren: Nastiuk unterlag in Hamburg 0:3, Marvin Cüpper gegen Krefeld 0:4. Diesmal riss die Serie, auch ohne Vehanen gelang ein Sieg. Doch nach dem ersten Treffer agierten die Berliner ein wenig nachlässig, Schwenningen spielte zeitweise besser und prüfte Nastiuk ein paar Mal gefährlich. „Kevin hat wichtige Saves gemacht“, lobte Krupp.

Ex-Eisbär traf für Schwenningen

Mit etwas mehr Besinnung auf Genauigkeit und Zweikämpfe wurden die Bemühungen der Gäste schnell eingedämmt. Marcel Noebels (39.) und André Rankel (40.) erhöhten auf 4:0, ehe Travis Mulock mit dem Tor zum 5:1 den 100. Saisontreffer des EHC erzielte.

Sein erstes Saisontor markierte anschließend Jonas Schlenker (58). Der 21-Jährige war erst tags zuvor von den Eisbären zu den Wilds Wings gewechselt und verkürzte nun auf 5:2. Spencer Machacek schoss umgehend zum Endstand ein (59.) und lenkte die Gedanken schon auf den Dienstag und das Heimspiel gegen Köln.