Eishockey

Eisbären verlieren im letzten Spiel des Jahres die Führung

Die Eisbären gehen nur als Tabellen-Zweiter ins neue Jahr. Der Hauptstadtclub verlor gegen den Dritten Iserlohn Roosters mit 1:2.

Berlin.  Vor gut zwei Wochen übernahm der EHC Eisbären die Spitzenposition in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) und behielt diese seitdem auch. Sie mit ins neue Jahr zu nehmen, glückte den Berlinern allerdings nicht. Im letzten Spiel 2015 unterlag der Rekordmeister der DEL den Iserlohn Roosters vor 14.200 Zuschauern in der ausverkauften Mercedes-Benz Arena mit 1:2 (0:1, 0:1, 1:0) und rutschte auf Platz zwei hinter der Düsseldorfer EG.

Wie schon bei der Niederlage zuvor in München (0:3) konnte sich die Mannschaft von Trainer Uwe Krupp vor dem gegnerischen Tor nicht genügend durchsetzen. Anders als in München gaben die Eisbären gegen den Tabellendritten jedoch weitgehend die Richtung vor. Dabei zeigten sie sich allerdings etwas weniger konzentriert als vor gut drei Wochen. Da trafen die Berliner erstmals daheim auf die Sauerländer – und schickten sie nach einer tadellosen Defensivleistung mit 3:0 nach Hause.

Diesmal mangelte es im Vorwärtsgang an der nötigen Aufmerksamkeit, Fehler an der Blauen Linie machten es den auf Konter lauernden Iserlohnern leicht. Bradley Ross erzielte per Alleingang die frühe Führung für die Roosters (9.). Und wenn defensiv eingestellte Teams wie die Sauerländer erst einmal vorn liegen, wird es selten einfacher gegen sie. Die Herausforderung wuchs sogar, als Robert Raymond auf Vorlage von Nick Petersen zu Beginn des zweiten Drittels das 2:0 für Iserlohn erzielte. Der 26-jährige Kanadier Peterson wird gerade für die kommende Saison als Zugang bei den Eisbären gehandelt. Er ist der beste Torschütze der Roosters.

Erst zu zögerlich, dann zu ungestüm

Die gerieten nun vermehrt unter Druck, denn die Eisbären kämpften gegen die zweite Niederlage in Folge ebenso wie gegen ihre kleine Torflaute mit nur zwei Treffern in jetzt drei Spielen. Doch erst waren die Berliner zu zögerlich, dann zu ungestüm, immer aber wirkten sie unglücklich in ihren Aktionen. Denen fehlte oft die letzte Entschlossenheit. Erst 80 Sekunden vor dem Ende traf André Rankel zum Anschluss. Nichtsdestotrotz fällt der Abschluss des Jahres versöhnlich aus.

Nach vielen Enttäuschungen in der jüngeren Vergangenheit mischen die Eisbären wieder oben mit in der DEL, die für die Berliner mit der Partie gegen die Schwenninger Wild Wings am Sonntag in das Jahr 2016 startet (14.30 Uhr, Mercedes-Benz Arena).