DEL

Zeit für etwas Neues

Die Eisbären wollen in Ingolstadt ihre Torflaute stoppen. Ein paar Wechsel in den Angriffsreihen sollen den Berlinern dabei helfen

Im ersten Spiel gegen Ingolstadt traf André Rankel zum 2:1-Sieg der Eisbären

Im ersten Spiel gegen Ingolstadt traf André Rankel zum 2:1-Sieg der Eisbären

Foto: City-Press / picture alliance / City-Press Gb

Berlin.  Irgendwann kommt immer das Ende. So oder so. Ein paar wenige Profis schaffen es, ihre ganze Karriere kein einziges Spiel zu verpassen. Selbst im Eishockey, in der besten und härtesten Liga der Welt, der NHL. Doug Jarvis hält dort den Rekord mit 964 Punktspielen am Stück, zwölf Jahre dauerte seine Serie.

Aber auch die acht Jahre von Patrick Köppchen in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) sind eine beeindruckende Marke. Ausgerechnet gegen den EHC Eisbären kann der gebürtige Berliner und Kapitän des ERC Ingolstadt am Freitag nicht mitwirken. Zum ersten Mal seit November 2007 und 506 Partien in Folge. Eine Oberkörperverletzung plagt den Verteidiger.

Doppelt ärgerlich, denn die Ingolstädter treten am Freitag in der Heimpartie gegen den EHC erstmals mit ihrem neuen Trainer an. Kurt Kleinendorst heißt der Nachfolger des glücklosen Emanuel Viveiros. „Da wird eine Reaktion da sein“, vermutet EHC-Trainer Uwe Krupp.

Ingolstadt mit neuem Trainer

Kleinendorst, 54, ist US-Amerikaner, arbeitete erfolgreich bei den Junioren, war Co-Trainer in der NHL und Chefcoach in der AHL. Er soll den Meister von 2014 und Vizemeister von 2015 wieder nach oben führen. Derzeit rangieren die Oberbayern nur auf dem 13. und vorletzten Platz der DEL.

In der Tabelle sind die Berliner mit drei Niederlagen hintereinander zuletzt auch abgerutscht – allerdings nur von drei auf sechs. Den Trend zu stoppen ist dennoch vordringlichste Aufgabe des EHC, der am Wochenende mit dem Auftritt am Sonntag beim Zwölften in Schwenningen gleich zwei Auswärtsspiele bestreitet.

Auch Krupp reagiert. Zuletzt lief die Produktion im Angriff nicht wie gewünscht. „Ich bin niemand, der nach ein paar Spielen die Reißleine zieht und alles neu zusammenwürfelt, aber nach 20 Spielen kann man schon mal etwas probieren“, sagt der Trainer.

Rückkehrer Rankel mit Busch und Machacek

Zwei Sturmreihen werden neu formiert, was durch die Rückkehr von Kapitän André Rankel nach seiner Nackenverletzung möglich wird. Er bildet mit Florian Busch und Spencer Machacek ein Trio. Zudem spielt Petr Pohl mit Julian Talbot und Travis Mulock zusammen.

Rankel hofft, dass das Selbstvertrauen nach drei Niederlagen bei den Kollegen nicht zu sehr gelitten hat. „Wir müssen auf den richtigen Weg zurückkehren“, sagt der Angreifer. Sein Rezept dafür, die leichte Torflaute der Berliner zu beenden, klingt simpel: den Kopf ausschalten. „Wenn man nicht darüber nachdenkt, ist das Toreschießen eigentlich einfach“, sagt Rankel.