DEL

Eisbären arbeiten am Angriff und hoffen auf Rankels Rückkehr

Trainer Krupp will sein Team geradliniger spielen lassen. Derweil begibt sich der langzeitverletzte Mark Bell in eine neue Therapie.

Eisbären-Kapitän André Rankel (r.) könnte am Wochenende wieder mit dabeisein

Eisbären-Kapitän André Rankel (r.) könnte am Wochenende wieder mit dabeisein

Foto: City-Press / picture alliance / City-Press Gb

Berlin.  Von einer Standortbestimmung hatte Uwe Krupp vor dem Wochenende gesprochen. Zwei Partien gegen ambitionierte Gegner lagen da vor dem EHC Eisbären in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Zwei Niederlagen später sind die Berliner nur noch Fünfter der Tabelle, nicht mehr Dritter. „Wir stehen nicht mehr da, wo wir waren, aber das ist gerechtfertigt“, resümiert Krupp nach den Spielen gegen Nürnberg (2:6) und Hamburg (2:3 n.P.).

Zu schwach geben sich die Berliner derzeit im Angriff. Das ist der Hauptgrund für die unbefriedigenden Resultate. „Wenn man nur zwei Tore schießt, ist es schwer zu gewinnen“, so der Trainer. Die Aufgabenstellung für die nächsten Tage bis zum doppelten Auswärts-Wochenende in Ingolstadt und Schwenningen ergibt sich also von selbst. Im Training will der Coach an einem „geradlinigeren“ Angriffsspiel arbeiten: „Dann ist die Chance, Tore zu schießen, größer, als wenn man zu verspielt ist“, sagt der 50-Jährige.

Hördler tastet sich an das Teamtraining heran

Mit ihrer Verspieltheit machen es sich die Berliner etwas schwer. Als genauso problematisch erweist sich allerdings das aktuelle Formniveau einiger Stürmer. Travis Mulock und Julian Talbot etwa will kaum etwas gelingen. Das Experiment mit dem Japaner Shuhei Kuji kann mittlerweile als gescheitert gelten. Gegen Hamburg durfte er nur aufs Eis, um eine Strafzeit abzusitzen. Die vierte Reihe einzusetzen ist damit keine Option.

Vielleicht erhält der Trainer dafür eine andere. Kapitän André Rankel soll Dienstag ins Mannschaftstraining einsteigen. „Mein erster Halswirbel hatte sich nach einem Check verschoben“, sagt er. Eine Behandlung in Donaustauf beendete die Probleme wie Kopfschmerzen, Schwindel und Wahrnehmungsstörungen. Auch Verteidiger Bruno Gervais, dem es nach einem Check nicht gut ging, könnte zurückkehren. Abwehrkollege Frank Hördler tastet sich nach einem Innenbandanriss an das Teamtraining heran, bei ihm sieht es eher nach Einsätzen in der nächsten Woche aus.

Für Mark Bell beginnt am Dienstag eine neue Therapie im Unfallkrankenhaus Marzahn. Nach einer Knöchelverletzung will eine sehr schmerzhafte Prellung des Knochens einfach nicht heilen. Wie es mit dem 35-jährigen Stürmer weitergeht, ist für den EHC derzeit nicht zu kalkulieren. Er kämpft um eine Rückkehr, die ist jedoch völlig ungewiss.