DEL

Eisbären verpassen Tabellenführung in Augsburg

Die Berliner unterliegen den starken Panthern durch späte Treffer 2:4. Trainer Krupp beklagt den fehlenden Fokus am Ende des Spiels.

Trainer Uwe Krupp (r.) findet, in Augsburg wäre mehr zu holen gewesen

Trainer Uwe Krupp (r.) findet, in Augsburg wäre mehr zu holen gewesen

Foto: Britta Pedersen / dpa

Augsburg/Berlin.  Es war schon voller als sonst in dieser Saison der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Über 5800 Zuschauer kamen am Sonntag in das Curt-Frenzel-Stadion, um die Partie der Augsburger Panther gegen den EHC Eisbären zu sehen. Doch es fehlten immer noch gut 300, um die Arena komplett zu füllen und damit die Wette für Steffen Tölzer zu gewinnen. Der Verteidiger der Panther hatte mit seinem Sturm-Kollegen Alexander Polaczek gewettet, dass erstmals ausverkauft sein würde. Polaczek hielt dagegen und sollte als Verlierer seine Wettschuld einlösen. Doch das muss er nun nicht, stattdessen erzielte Polaczek sogar das letzte Tor des Abends und besiegelte damit die Niederlage der Berliner, die 2:4 (0:1, 2:0, 0:3) verloren bei den Schwaben.

Damit verpasste die Mannschaft von Trainer Uwe Krupp eine günstige Gelegenheit. Am Nachmittag hatte Spitzenreiter Adler Mannheim nach acht Siegen in Folge bei Red Bull München 2:5 verloren. Mit einem Erfolg mit drei Zählern hätten die Berliner die Tabellenführung übernehmen können. Bis kurz vor Schluss sah es auch gut aus, doch späte Treffer der Gastgeber verhinderten den Wechsel an der Spitze. Stattdessen fiel der EHC von Platz zwei auf drei zurück.

Fehler sorgt für Entscheidung

Eingeleitet wurde die Niederlage durch einen Puckverlust von Constantin Braun hinter dem eigenen Tor, so dass Thomas Holzmann eineinhalb Minuten vor dem Ende das 3:2 für die Gastgeber erzielen konnte. Als die Berliner mit einem Feldspieler mehr noch einmal alles versuchten, traf Polaczek ins leere Tor (60.).

Die Berliner kamen wie schon am Freitag gegen Düsseldorf (2:1) etwas schwer in die Partie gegen die offensivstarken Augsburger. Ihr Angriff ist der torgefährlichste der DEL, was zuvor Nürnberg als Dritter der Tabelle zu spüren bekam (6:2). Ein von Jonathan Matsumoto abgefälschter Schuss landete auch bald im Berliner Tor (13.). Mit der Zeit aber spielten die Eisbären sicherer nach vorn und waren effektiver. Barry Tallackson traf in Überzahl zum Ausgleich (22.), Marcel Noebels erzielte den Führungstreffer (35.).

Laufintensive Partie

Mit mehr Konsequenz in einer laufintensiven Partie hätten die Eisbären mehr herausholen können. Doch Unkonzentriertheiten verhinderten weitere Treffer und führten in der Abwehr zu Chancen der Augsburger. „Wir hatten sehr viele Torchancen, die du eigentlich nicht liegenlassen darfst. Im letzten Drittel haben wir nicht so ganz den Fuß auf dem Gas gelassen, wir haben ein bisschen den Fokus verloren“, bilanzierte Trainer Uwe Krupp nach der Partie. In Überzahl glich Thomas Trevelyan aus (45.) und leitete damit eine starke Schlussoffensive der Schwaben ein.