Eisbären-Zugang

Der Neue hat schon Titel mit den Eisbären gefeiert

Zugang Mark Olver soll in Straubing bereits spielen. Der jüngere Bruder von EHC-Stürmer Darin Olver spielte bereits in der NHL

Angekommen: Mark Olver mit dem sportlichen Leiter Stefan Ustorf in der Kabine der Mercedes-Benz Arena

Angekommen: Mark Olver mit dem sportlichen Leiter Stefan Ustorf in der Kabine der Mercedes-Benz Arena

Foto: City-Press / picture alliance / City-Press Gb

Berlin.  Der Flug aus Zürich kam pünktlich um 10 Uhr in Tegel an. So schaffte es Mark Olver noch, einen guten Teil des Trainings des EHC Eisbären von der Tribüne des Wellblechpalastes zu verfolgen. Zuvor schaute er sich kurz in der Kabine um. Der neue Stürmer musste sich nicht wundern ob der antiquierten Halle, in der er gelandet ist. Sein Bruder Darin spielt ja schon lange in Berlin, also kennt sich auch Mark recht gut aus bei den Eisbären. Er feierte vor ein paar Jahren als Gast sogar bereits eine Meisterschaft in der Kabine der Arena am Ostbahnhof.

Demnächst wollen beide nicht nur gemeinsam feiern, sondern auch zusammen in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) auf dem Eis stehen. Vielleicht sogar heute in Straubing schon. „Wenn die Papiere rechtzeitig von allen zuständigen Stellen kommen, dann wird er spielen“, sagt der sportliche Leiter der Eisbären, Stefan Ustorf.

In Kloten passte es einfach nicht

Fit fühlt sich Olver, der vergangene Saison in Russland die meiste Zeit wegen einer Knieverletzung fehlte. „Das Knie ist in Ordnung, ich habe in der Schweiz genug Zeit gehabt, um in Form zu kommen“, sagt der 27-Jährige, der noch keine richtige Trainingseinheit mit dem neuen Team absolvierte. Dass es für ihn bei den Kloten Flyers nicht weiterging, lag daran, dass er mit Trainer Sean Simpson dort keine Basis fand. „Wir waren an einem Punkt, wo wir sagen mussten, dass wir andere Wege gehen“, so Olver.

In Berlin freut sich der neue Trainer Uwe Krupp über den Angreifer, der hauptsächlich wegen seines drei Jahre älteren Bruders zum EHC kam, mit dem er noch nie zusammengespielt hat. „Er ist hier, um unsere Mannschaft zu verstärken. Auf welche Weise, werden wir herausfinden“, so Krupp. In Straubing würde das zunächst einmal in der vierten Reihe sein, als Mittel- oder Außenstürmer.

Busch kehrt nach einem Monat zurück

Perspektivisch sollte Olver, der 74 Spiele (10 Tore/12 Vorlagen) in der NHL für Colorado absolviert hat und damit höherklassig als sein Bruder spielte, jedoch in den Top-Reihen auftauchen. Olver ist einer, der Punkte sammeln kann und gleichzeitig hart arbeitet. „Wir werden ihn vorsichtig integrieren“, sagt Krupp, der in Straubing auch wieder auf Stürmer Florian Busch zurückgreifen kann. Er hatte einen Monat wegen eines Muskelfaserrisses gefehlt.

Für Olver könnten bei den Niederbayern mit seinem Kämpferqualitäten sogar Einsätze im Unterzahlspiel möglich sein. Dort liegt derzeit einer der Schwachpunkte bei den Eisbären. Mit 15 Gegentoren in 67 Situationen kommen die Berliner auf eine Unterzahlquote von 77,6 Prozent, was nur Platz zehn in der Liga bedeutet. In der Tabelle rangieren die Eisbären dennoch auf Platz drei. Um dort zu bleiben, muss die Auswärtsbilanz des EHC, der zuletzt vier Mal in der Fremde verloren hat, wieder besser werden. Vielleicht hilft die Unterstützung von Mark Olver dabei.