DEL

Im Angriff suchen die Eisbären Konstanz und einen Neuen

Nach dem ersten Viertel der Hauptrunde können die Eisbären eine gute Bilanz vorweisen und empfangen Wolfsburg als bestes Heimteam der Liga.

Auf Kurs: Die Eisbären sind nach 13 Spielen Dritter der Tabelle

Auf Kurs: Die Eisbären sind nach 13 Spielen Dritter der Tabelle

Foto: Britta Pedersen / dpa

Berlin.  Mit gutem Sport hatten die Eisbären in den vergangenen beiden Jahren nur selten etwas zu tun. Sie verspielten einiges von ihrem Ruf, den sie sich mit sieben Meisterschaften in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zwischen 2005 und 2013 erarbeitet hatten. In dieser Saison wollen die Berliner wieder die andere Richtung einschlagen, sich unter den Besten einordnen. Der eingeschlagene Weg sagt, Trainer Uwe Krupp, „stimmt optimistisch“. Nach der Partie beim Meister in Mannheim am Freitag sagte Adler-Trainer Greg Ireland: „Es war schön, heute bei diesem schnellen Eishockeyspiel dabei gewesen zu sein.“ Das bestätigt die Tendenz der Berliner nach dem ersten Viertel der Hauptrunde.

Eng ging es zu in Mannheim, mit 1:2 unterlag der EHC, hatte aber auch die Chance zu gewinnen. Dass es nicht gelang, hat mit den Specialteams zu tun, mit Überzahl und Unterzahl. In diesen beiden Kategorien fehlt es an Präzision, daher rangieren die Berliner derzeit auf Platz drei der Tabelle. Was eine gute Entwicklung darstellt im Vergleich mit den beiden Vorjahren.

Die Stimmung im Team stimmt

Krupp ist folglich zufrieden. Die Veränderungen haben gegriffen, seine ebenso wie die am Gesicht in der Mannschaft. „Wir haben eine gute Chemie im Team“, erzählt der Trainer, „die Rollen sind gut verteilt, die einzelnen Mannschaftsteile funktionieren gut.“

Unterschiede sind allerdings zu konstatieren. Die Defensive konnte durch einen erhöhten Trainingsaufwand in der Vorbereitung verbessert werden. Genauso aber durch die Verpflichtung von Micki DuPont und Bruno Gervais. Zusammen mit Stürmer Spencer Machacek, der sich als emsiger Arbeiter einfügt, hält Krupp viel von den Neulingen: „Sie haben großen Anteil an der Situation. Mit ihrer Erfahrung verstärken sie uns , sie haben auch alle Führungsqualitäten.“

In der Offensive ist noch Luft nach oben

Die gute Defensive verschafft den Eisbären die Luft, die sie brauchen. „Durch den guten Start haben wir Ruhe im Team, wir können in Ruhe daran arbeiten, wo wir uns verbessern wollen“, so Krupp. Bedarf besteht in der Offensive, mit der liegen die Berliner im Mittelfeld. Die Torausbeute schwankte zuletzt deutlich zwischen Heim- und Auswärtsspielen.

Zwar bringt die vierte Reihe mit dem vierten Neuling, dem Japaner Shuhei Kuji, durchaus Intensität ein, aber keine Torgefahr. Auch deshalb fahnden die Berliner nach einem weiteren Stürmer. „Wir versuchen, den besten Spieler für uns zu finden“, sagt Sportdirektor Stefan Ustorf vor der Partie am Sonntag zu Hause gegen Wolfsburg (14.30 Uhr, Mercedes-Benz Arena). Daheim sind die Eisbären das beste Team der DEL, als einzige konnten sie alle Partien gewinnen, dies sogar mit voller Punktzahl.