Bislang konnte sich der EHC Eisbären auf seine Offensive verlassen. Wenn es auch nicht immer zum Sieg reichte, so fielen doch in allen Partien Tore für den Rekordmeister der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Im 13. Pflichtspiel inklusive der Champions Hockey League (CHL) riss diese Serie am Sonntag in Hamburg. Die Mannschaft von Trainer Uwe Krupp blieb ohne Treffer und verlor vor 10.189 Zuschauern schließlich 0:3 (0:2, 0:0, 0:1). Damit mussten die Berliner auch die Tabellenführung, die sie am Freitag mit dem fünften Sieg hineinander erobert hatten, wieder abgeben.

Der Einstand von Kevin Nastiuk verlief also wenig erfreulich. Erstmals seit seiner Rückkehr nach Berlin im Sommer durfte der 30-Jährige zwischen den Pfosten stehen. Krupp gab Stammtorhüter Petri Vehanen vor der schwierigen Woche mit dem Rückspiel am Dienstag in der ersten K.o.-Runde der CHL bei den Stavanger Oilers (19 Uhr, Laola1.tv) und den folgenden Partien in Düsseldorf und Köln eine Pause.

Zu wenig Zug zum Tor

Doch an Nastiuk, der schon von 2010 bis 2012 beim EHC unter Vertrag stand und anschließend drei Jahre in der Zweiten Liga aktiv war, lag es nicht, dass die Berliner verloren. An sich war das Team gegen die als Elfte in die Partie gestarteten Hamburger gut im Spiel. Doch diesmal entwickelten die Eisbären zu wenig Zug zum Tor.

Viele Chancen hatte auch die Freezers nicht, nur erwiesen sie sich in den entscheidenden Situationen als cleverer. Jerome Flaake (5.), Marcel Müller (12.) und Sean Sullivan (50.) trafen für die Hanseaten, bei denen NHL-Rückkehrer David Wolf zwei Vorlagen gab. „Hamburg hat heute gut gespielt und vor allem sehr gut verteidigt. Die Chancen waren gleichmäßig verteilt, Hamburg hat seine genutzt, während wir keinen Weg gefunden haben, die Abwehr zu knacken“, sagte EHC-Trainer Krupp, dessen Mannschaft hinter dem neuen Tabellenführer Nürnberg nun Zweiter ist.