Eishockey

Eisbären bauen Siegesserie aus und sind neuer Tabellenführer

Beim Heimspiel vor gegen den Vorjahreszweiten ERC Ingolstadt siegte die Berliner 2:1 - und stürmen zugleich an die Tabellenspitze.

Herren der Lage: Ingolstadts John Laliberte (l.) versucht auf das Tor der Berliner zu schießen. Berlins Torwart Petri Vehanen und sein Teamkollege Jens Baxmann (r.) verhindern das

Herren der Lage: Ingolstadts John Laliberte (l.) versucht auf das Tor der Berliner zu schießen. Berlins Torwart Petri Vehanen und sein Teamkollege Jens Baxmann (r.) verhindern das

Foto: Rainer Jensen / dpa

Die Berliner erfüllten ihren Teil, sie gewannen. Und weil auch die Grizzlys Wolfsburg mitspielten an diesem Abend und die Straubing Tigers schlugen, konnte der EHC Eisbären die Tabellenführung in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) von den Straubingern übernehmen. Mit 2:1 (1:0, 1:1, 0:0) setzte sich der EHC vor 11.624 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena gegen den ERC Ingolstadt durch und ist nach dem siebten Spieltag nun also Spitzenreiter.

In der DEL hat Vizemeister Ingolstadt bisher einige Startschwierigkeiten, befindet sich in der unteren Tabellenregion. Dafür läuft es bei den Oberbayern in der Champions Hockey League (CHL) wesentlich besser. Nur den Panthern und den Eisbären gelangen in den Hinspielen der ersten K.o.-Runde Siege, fünf deutsche Teams sind noch in dem Wettbewerb, der am Dienstag mit den Rückspielen um den Einzug in das Achtelfinale fortgesetzt wird.

Eisbären ohne Busch

Bei den Eisbären musste mit Florian Busch (Muskelfaserriss) ein weiterer Spieler für die Partie gegen Ingolstadt passen. Nach Mark Bell (Sprunggelenk) ist er der zweite Ausfall bei den Berlinern. Für Shuhei Kuji, den Japaner im Team, bedeutete das eine Beförderung. Er durfte aus der vierten Sturmreihe in die dritte aufrücken, der sonst in Dresden eingesetzte Förderlizenzspieler Jonas Schlenker übernahm den Platz von Kuji und gab sein Saisondebüt. Das bestritt er gleich mit auffälliger Kleidung, die Eisbären tragen mit dem Beginn des Oktobers wieder pinke Handschuhe, um ein Zeichen im Kampf gegen den Brustkrebs zu setzen.

Ein frühes Signal gab auch Jonas Müller von sich. Mit seinem ersten Saisontor beendete der 19-jährige Verteidiger einen schönen Spielzug der Berliner (5.). „Wir haben gut aus der Abwehr heraus gespielt und viele Scheiben zum Tor gebracht“, sagte Müller nach dem ersten Drittel, in dem die Eisbären den Gegner kontrollierten und zeitweise gut Druck ausübten.

Stets Herr der Lage

Im zweiten Drittel war die Partie etwas ausgeglichener, da Ingolstadt offensiver agierte. Insgesamt gehörten die meisten Spielanteile aber den Eisbären, die mit einer geringen Fehlerquote agierten. Nach gutem Forechecking erzielte André Rankel das 2:0, indem er einen Schuss von Frank Hördler abfälschte (29.). Durch Dustin Friesen kam Ingolstadt jedoch zum Anschluss (38.), er nutzte einen Abpraller vom starken EHC-Torhüter Petri Vehanen.

Im Schlussabschnitt ging es hin und her, Ingolstadt wehrte sich gegen die Niederlage. Doch die Berliner blieben stets Herr der Lage. Eine Strafzeit von Müller kurz vor Schluss brachte den EHC noch einmal in Bedrängnis. Aber die Eisbären überstanden die kritische Situation dank großem Einsatz. Der Lohn ist die Tabellenführung.