Eishockey

Ein Wochenende ohne Wiederkehr für die Eisbären

Die Eisbären müssen Freitag und Sonntag jeweils auswärts ran. Das häuft sich in dieser Saison enorm. Aber es gibt auch Hoffnung.

EHC-Stürmer Travis Mulock (M.) muss sich auf lange Auswärtswochenenden einstellen

EHC-Stürmer Travis Mulock (M.) muss sich auf lange Auswärtswochenenden einstellen

Foto: Britta Pedersen / dpa

Berlin.  Dieses Wochenende vermittelt ein Gefühl davon, was auf die Eisbären in dieser Saison der Deutschen Eishockey Liga (DEL) noch öfter zukommt: Lange Ausflüge in die Fremde. Am Freitag müssen die Berliner in Krefeld antreten (19.30 Uhr, laola1.tv), am Sonntag gastiert der Rekordmeister dann in Schwenningen. „Mit ist das eigentlich ganz recht, dann haben wir nicht die Hin- und Herreise. Von der Belastung für die Spieler her ist das gar nicht so schlecht“, sagt Uwe Krupp, dessen Team sich zwischendrin den Abstecher ins heimatlich Berlin spart.

So gesehen kann sich der Trainer freuen, gleich sieben solcher Doppel-Auswärtswochenenden hält der etwas eigentümliche Spielplan für den EHC bereit. Auch der Mannschaft macht es nicht unbedingt viel aus. „Bei der Vorbereitung ist es völlig egal, ob wir zu Hause oder auswärts spielen.“ Und wenn das Team so konzentriert agiert wie zuletzt mit zwei Siegen in der DEL und am Dienstag beim 3:0 in der Champions Hockey League gegen Stavanger (Norwegen) sind die Voraussetzungen ohnehin gut.

Sieben Mal doppelt in der Fremde

Nachteilig sind die Ansetzungen vor allem für die eigenen Fans, die zum einen sieben Wochenenden auf Heimspiele verzichten müssen. Dafür aber mit den sechs Doppel-Heimwochenenden der Saison nicht gerade belohnt werden. Weil dann kaum noch Zeit neben dem Eishockey bleibt, wenn man alle Spiele sehen will. Schuld sind die Hallenbelegungspläne in Berlin ebenso wie bei den Gegnern.

Für viele Fans heißt es also in dieser Saison, sich langfristig mit der Situation zu arrangieren. So günstig wie für Trainer Uwe Krupp dürfte sich das längst nicht für alle darstellen. Schon in zwei Wochen folgt das nächste Doppel-Auswärtswochenende. Dann heißen die Gegner Köln und Düsseldorf. Heimat also für Krupp, der schon angekündigt hat, diese Reise für einen Besuch bei seiner Mutter zu nutzen.