Eisbären Berlin

Champions Hockey League: Eisbären fordern Stavanger heraus

Der Gegner ist für die Eisbären weitgehend unbekannt. Doch nach der Gruppenphase empfiehlt es sich, Stavanger mit Respekt zu empfangen.

Grund zum Jubeln gibt es derzeit oft bei Kapitän André Rankel (l.) und den Eisbären

Grund zum Jubeln gibt es derzeit oft bei Kapitän André Rankel (l.) und den Eisbären

Foto: Britta Pedersen / dpa

Berlin.  Unentschieden im Eishockey? Gibt es eigentlich seit Jahren nicht mehr. Doch in der Champions Hockey League (CHL) gelten in der K.o.-Runde andere Regeln als normal. Selbst ein Remis ist demnach möglich, wenn der EHC Eisbären am heutigen Dienstag im Sechszehntelfinale die Stavanger Oilers empfängt (19.30 Uhr, Mercedes-Benz Arena und Sport1).

Was die Berliner gegen die Oilers erwartet, wissen sie nicht genau. Nur so viel: Stavanger ist Meister in Norwegen. In einer Liga, die kaum einer kennt und auch nicht sonderlich ernst nimmt. „Wir müssen ihnen Respekt entgegenbringen, auch wenn sie aus Norwegen kommen“, sagt EHC-Kapitän André Rankel. Wer sie unterschätzt, kann leicht ein Problem bekommen. Stavanger beendete die Gruppenphase als Erster und setzte sich gegen Kuopio (Finnland) und Trinec (Tschechien) durch. Die Berliner wiederum qualifizierten sich als Gruppenzweite mit nur einem Sieg für die Runde der besten 32 Mannschaften.

Norweger mit vielen heimischen Talenten

Nach ihrem guten Start in der Deutschen Eishockey Liga gehen die Berliner dennoch als Favorit in die Duelle mit Stavanger. Die Oilers sind ein Team, das sich hauptsächlich aus heimischen Talenten speist, dennoch stehen sechs Ausländer im Kader. „Wir freuen uns sehr auf die Spiele gegen die Eisbären. Dieses Team wird für uns eine große Herausforderung sein. Das deutsche Eishockey ist dafür bekannt, eine europäische Variante des nordamerikanischen Eishockeys zu verkörpern. Wir erwarten sehr physische und schnelle Spiele, das sollte uns liegen“, sagt Pal Higson, Manager der Oilers.

Die Berliner müssen in ihrem Heimspiel die Grundlage für ein Weiterkommen schaffen. „Wir sollten möglichst wenig Tore kassieren“, sagt Rankel. Der Modus ist ähnlich wie im Fußball, die Summe der Treffer nach dem Rückspiel am 6. Oktober in Stavanger entscheidet über den Einzug in die nächste Runde. Erst wenn es nach 120 Minuten Spielzeit noch Unentschieden steht, wird verlängert.