Eishockey

Eisbären gehen im ersten K.o.-Spiel in Nürnberg unter

Dem einstigen Serienmeister Eisbären Berlin droht zum zweiten Mal in Folge das Play-off-Aus schon vor dem Viertelfinale. Das Team verlor zum Auftakt der Vor-Play-offs 2:6 bei den Nürnberg Ice Tiger.

Jubiläen sollten eigentlich schön sein. Für André Rankel, den Kapitän des EHC Eisbären, wurde sein 100. Spiel im Play-off der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) jedoch eher zu einem Lehrvideo dafür, wie man nicht spielen sollte. Die Berliner mussten in der ersten Partie des Pre-Play-off in Nürnberg eine empfindliche 2:6 (0:3, 1:2, 1:1)-Niederlage hinnehmen. Damit droht dem Rekordmeister im zweiten Spiel der „Best of three“-Serie am Freitag in Berlin schon das Saisonaus.

Viel zu bieten hatten die Eisbären bei den Franken nicht. Anfangs sah das Spiel ausgeglichen aus, doch mit der Spielzeit kamen die Fehler bei den Berlinern. Beim ersten Treffer von Leonhard Pföderl waren sie nicht nah genug an den Gegenspielern dran (8.). Ein Konter führte zum zweiten Tor der Nürnberger, das erneut Pföderl erzielte (19.). Wegen erneut nicht konsequenter Abräumarbeit gelang Patrick Reimer das 3:0 für die Ice Tigers (20.), die danach auf Kontrolle spielten und kein Risiko mehr eingingen. Damit wurde es vor dem Tor der Nürnberger sehr eng.

Die Berliner fanden keine Mittel dagegen, sie wirkten ziemlich einfallslos. Dagegen konnten die Franken ihren Raum nutzen, Corey Locke erzielte das 4:0 (34.). Zwar traf Frank Hördler nur 16 Sekunden später für den EHC, doch Kyle Klubertanz stellte den alten Abstand in Überzahl wieder her (36.). „Wir spielen nicht einfach genug“, sagte Stürmer Laurin Braun und bemängelte die Defensive, in der Torhüter Petri Vehanen nach zwei Dritteln durch Mathias Niederberger ersetzt wurde. Doch auch in der Offensive blieben die Berliner blass, so dass sie recht chancenlos gegen die Nürnberger wirkten. Auch durch den zweiten Berliner Treffer von Jim Sharrow änderte sich an diesem Eindruck wenig (46.). Pföderl beendete schließlich den Torreigen, den er eröffnet hatte (58.).