DEL

Eisbären stürmen mit sechs Toren zum fünften Sieg in Serie

Der neue Trainer Uwe Krupp führt den Rekordmeister mit zwei Siegen in seinen ersten beiden Spielen in die direkten Play-off-Ränge. Dort waren die Eisbären schon seit Mitte Oktober nicht mehr.

Foto: Oliver Mehlis / dpa

Dieser Ausflug war lang, ganz früh morgens ging es los, sehr spät in der Nacht erst war die Reisegruppe wieder in Berlin. Bereuen aber musste niemand der Fans des EHC Eisbären diesen enormen Aufwand, der mit der Teilnahme an der Sonderzugfahrt nach Augsburg verbunden war. Bei den Schwaben setzte sich der Rekordmeister der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) vor 6002 Zuschauern sehr souverän mit 6:2 (2:0, 4:1, 0:1) durch.

Die gut 800 Berliner Fans konnten sich in Augsburg hautnah davon überzeugen, dass sich die Mannschaft nach dem Trainerwechsel von Jeff Tomlinson zu Uwe Krupp unter der Woche offenbar etwas sicherer fühlt. Dem Premieren-Sieg gegen Straubing (2:0), der noch mühsam war, folgte nun ein offensiv durchschlagskräftigerer Auftritt.

Große Veränderungen im Spiel der Eisbären nahm Krupp weiterhin ebenso wenig vor wie beim Personal. Lediglich Torhüter Mathias Niederberger kam für Petri Vehanen zum Einsatz. Sonst trat das Team wie schon am Freitag mit einem etwas aggressiveren Forechecking an. Die defensive Absicherung lässt Krupp dennoch mit drei Mann spielen. Allgemein, fasste es Kapitän André Rankel zusammen, sei „nach dem Wechsel alles ein bisschen positiver“.

Das mag auch daran liegen, dass mit dem Wechsel jeder Spieler neu gefragt ist, will er nicht durch das Rost fallen. Rankel sagte ebenso über Krupp: „Er ist eine absolute Respektsperson, das spürt man auch, wenn er den Raum betritt. Das tut uns gut.“ Das hört sich verdächtig danach an, als wäre dies unter Tomlinson ein Problemfeld gewesen.

Borer mit erstem Saisontreffer

Das Toreschießen war auf jeden Fall eines, erst zum zweiten Mal in der Saison erzielten die Berliner so viele Treffer wie in Augsburg. Petr Pohl eröffnete den Reigen (17.), in Überzahl traf Casey Borer erstmals in dieser Spielzeit (20.). Matt Foy (24.), Henry Haase (25.), Marcel Noebels (35.) und Darin Olver per Penalty (36.) stellten früh die Weichen auf Sieg. Es war der fünfte in Folge für den EHC.

Mit ihrer Serie haben sich die Berliner von Platz zehn auf Rang sechs vorgeschoben. Erstmals seit dem 12. Spieltag befinden sich die Eisbären damit wieder auf einem direkten Play-off-Platz. Um diesen zu verteidigen, empfiehlt sich auch am Dienstag ein Erfolg (19.30 Uhr, O2 World). Da trifft der EHC auf die Kölner Haie, bei denen der gebürtige Kölner Uwe Krupp die Saison als Trainer begonnen hatte. Dem neuen Mann an der Bande dürfte diese Partie besonders wichtig sein.