Eishockey

Eisbären gelingt die Revanche gegen Krefeld

Mit den beiden Rückkehrern Rankel und Foy gewinnen die Berliner nach Penaltyschießen gegen Krefeld. Eine Partie auf schwachem Niveau, aber auch mit zahlreichen Torchancen.

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Dass ein Spieler besonders viel ausmacht im Eishockey, ist nicht unbedingt üblich. Beim EHC Eisbären jedoch war in der Partie gegen die Krefeld Pinguine genau das zu sehen. Kapitän André Rankel, zuvor verletzt, konnte wieder mitmachen. Und vor allem ihm, aber ebenso Mitrückkehrer Matt Foy, konnten es die Kollegen danken, dass sich die Berliner gegen die Rheinländer mit 4:3 (0:1, 2:1, 1:1, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen durchsetzten.

Wie sagte Rankel zur Einstimmung auf diese Partie? „Ausreden gibt es keine mehr.“ Die hatte es auch vorher eigentlich nicht geben sollen, doch Verletzungen schränken nun mal den Handlungsspielraum ein. Trotz dieses Handicaps hielten die Berliner eine ganze Zeit passabel mit in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) – bis zum ersten Aufeinandertreffen mit den Pinguinen. Da setzte es Ende Oktober eine unglückliche Niederlage (3:4). Sie war ein Knackpunkt, ab da konnte die Mannschaft von Trainer Jeff Tomlison die Ausfälle nicht mehr kompensieren und verlor vier Mal in Folge.

Vorangekommen sind die Eisbären seither nicht wieder in der Tabelle. Doch nun ist unter anderem Rankel zurück. Dazu steht Matt Foy wieder auf dem Eis. Das bedeutete, dass der Trainer aus dem Vollen schöpfen konnte. Und der Gegner Krefeld passte auch, gewissermaßen gab es da einen Anlass zur Revanche.

Mit Druck aufs gegnerische Tor

Die Partie begann auch so, als würden die Berliner genau diese suchen. Gefühlt 80 Prozent des Spiels bewegten sich in die Richtung des Krefelder Tores. Sogar einige Überzahlgelegenheiten ergaben sich für die Eisbären. Allein sie konnten Tomas Duba nicht überwinden. Dazu wurde der Abschluss auch nicht konsequent genug gesucht. Die Krefelder machten das anders, sie nutzen gleich ihr erstes Powerplay durch Martin Schymainski (10.).

Mit zurückhaltenderem Spiel wollten die Berliner das korrigieren. Das ließ die Rheinländer offensiver werden. Doch mehr Vorwärtsdrang macht auch anfällig, was André Rankel die Chance zu einem Sololauf gab. Der Rückkehrer glich aus (26.). Der andere Rückkehrer leitete bald darauf einen Spielzug auf Petr Pohl ein, der zum 2:1 traf (34.). Die Freude darüber ließ jedoch die Konzentration kurz sinken, so dass Andreas Driendl nur 28 Sekunden später ausglich.

Danach entschlossen sich die Berliner, es wieder mehr wie im ersten Drittel zu probieren. Diesmal zahlte sich das aus, denn Rankel machte mit einem starken Pass in die Mitte den Weg zum 3:2 für Barry Tallackson frei (46.). Trotz weiterer Chancen für den EHC glich Krefeld erneut aus, und zwar durch den kürzlich verpflichteten gebürtigen Berliner Marcel Müller (58.). Das führte die Partie über die Verlängerung in das Penaltyschießen, in dem Matt Foy den Sieg sicherte. An allen Treffern waren damit die beiden Rückkehrer beteiligt.