Seit Red Bull in München das Geld gibt, und davon reichlich, zählen die Bayern zu den Favoriten in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Seit Don Jackson sie im Sommer als Trainer übernommen hat, gilt das um so mehr.

Schließlich gewann der US-Amerikaner mit dem EHC Eisbären fünf Meisterschaften in sechs Jahren. Am Freitag traf Jackson erstmals mit den Münchnern auf die Berliner und musste erkennen, dass sein altes Team an diesem Tag das bessere war. Der EHC setzte sich mit 3:1 (0:0, 2:1, 1:0) in München durch.

Bei den Eisbären hatte sich Trainer Jeff Tomlinson, der einst bei Jackson als Assistent an der Bande stand, etwas einfallen lassen. Mit neuen Sturm-Formationen wollte er frischen Wind reinbringen nach der Niederlage gegen Mannheim am vergangenen Sonntag (2:4).

Münchner starten offensiv

Davon war zunächst wenig zu spüren, die Eisbären wurden von aggressiven Münchnern arg in die Defensive gedrängt. Bei einer der wenigen Befreiungsaktionen verletzte sich zudem Mark Bell, der nach einem Zweikampf in die Bande prallte.

Folgerichtig gingen die Bayern durch Alexander Barta, einen gebürtigen Berliner, in Führung (23.). Doch dieser Treffer löste bei den Eisbären etwas aus, plötzlich liefen die Berliner mehr, spielten konzentrierter und flüssiger. Kapitän André Rankel sorgte in Überzahl für den Ausgleich (28.), und der EHC erarbeitete sich danach weitere gute Chancen.

Der 20-jährige Sven Ziegler erzielte die Führung, indem er einen Abpraller nach seinem eigenen Schuss verwertete (38.), und Petr Pohl nutzte einen Konter zum 3:1 (50.) für die nun dominierenden Berliner. Mit einer vor allem im zweiten und dritten Drittel sehr guten Leistung sicherten sich die Eisbären den vierten Sieg im sechsten Saisonspiel und treffen am Sonntag auf die Düsseldorfer EG (14.30Uhr, O2 World).

BM