Irgendwann war es egal, da riss sich Henry Haase die Handschuhe herunter und zettelte eine Prügelei an. Als Revanche für das Foul von Julien Sprunger am Torhüter des EHC Eisbären, Petri Vehanen. Dass die obligatorische Strafzeit den Berlinern nicht helfen würde, konnte der Verteidiger in Kauf nehmen. Zu harmlos waren die Eisbären, um ihre Mini-Chance auf den Einzug in das Achtelfinale der Champions Hockey League (CHL) nutzen zu können. Der Frust darüber musste irgendwie raus bei Haase.
Eigentlich wollten die Berliner das Glück ein wenig herausfordern, ihr Ding machen und dann abwarten, wozu es gut ist. Doch gegen den HC Fribourg-Gotteron aus der Schweiz lösten sich diese Vorsätze schnell in Wohlgefallen auf.
Vom notwendigen Drei-Punkte-Sieg waren die Berliner Eishockey-Profis ein gutes Stück entfernt, stattdessen setzte es ein 0:2 (0:1, 0:1, 0:0). Einen Spieltag vor dem Ende der Gruppenphase der neu gegründeten CHL stand damit bereits fest, dass die Eisbären sich mit dem letzten Platz begnügen müssen. Wie die andere Partie der Gruppe D zwischen Djurgarden Stockholm und PSG Zlin endete, spielte dabei aufgrund der Niederlage schon keine Rolle mehr.
Laurin Braun fällt lange aus
Das war insgesamt nicht das, was die Berliner sich vorgestellt hatten. Sie wollten Lust machen auf diese neue kontinentale Liga, schnitten aber mehr als unbefriedigend ab. Wie fast alle der sechs deutschen Starter unter den 44 Teilnehmern. Besonders bitter für den EHC: Gegen Fribourg schied Stürmer Laurin Braun nach einem Check von Sebastian Schilt mit einem Schlüsselbeinbruch früh aus (6.). Braun wird mindestens zwei Monate fehlen und ist neben Florian Busch (Schultereckgelenksprengung) schon der zweite Langzeitverletzte.
Da gegen die Schweizer auch Mark Bell (Prellung im Gesicht) und Antti Miettinen (nicht spielberechtigt) pausierten, wurde es personell eng und die Revanche für das 3:6 im Hinspiel rückte in weite Ferne. Nur wenige ihrer Angriffe brachten die Berliner zu Ende, während Fribourg sich schnell und kombinationsfreudig präsentierte. Martin Ness in Unterzahl (7.) und Christian Dube (24.) erzielten vor 4680 Zuschauern in der O2 World die Treffer für das bessere Team.





