Eishockey

Berliner Eisbären kämpfen um ihre letzte Chance

Die Berliner wollen am Dienstag gegen Fribourg ihre Siegesserie fortsetzen und denken noch ein bisschen an das Achtelfinale. In der heimischen Liga gab es zuletzt drei Erfolge hintereinander.

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Man muss schon gut rechnen können, um noch zu einem echten Ziel zu finden. Nur mit einer ganzen Menge Glück wäre es für den EHC Eisbären möglich, sich in der Champions Hockey League (CHL) über die Gruppenphase hinaus behaupten zu können. Insofern scheint es eher angebracht, die Hoffnungen nicht allzu hoch zu schrauben. Wahrscheinlich erleben die Berliner also am Dienstag gegen den HC Fribourg-Gotteron aus der Schweiz, dem man im Hinspiel 3:6 unterlegen war, ihren letzten CHL-Heimauftritt in dieser Saison (19.30 Uhr, O2 World und laola1.tv).

Trotzdem geben sich die Eisbären kämpferisch. „Natürlich wollen wir gewinnen“, sagt Trainer Jeff Tomlinson. Wer weiß, vielleicht spielen die Gruppengegner Djurgarden Stockholm und PSG Zlin ja so, dass es passt. Ein Sieg für Zlin mit zwei Punkten müsste her, danach müsste Djurgarden gegen Fribourg mit zwei Punkten siegen und die Eisbären müssten in ihren beiden Spielen jeweils drei Zähler holen. Über das Torverhältnis wäre in der Vierergruppe, in der dann alle neun Punkte aufwiesen, noch etwas möglich. Wie gesagt, alles sehr theoretisch. „Wir wollen gut spielen und dann sehen wir, was herauskommt“, sagt Manager Peter John Lee.

Ungelegen müssen die restlichen Partien in der CHL dennoch nicht daherkommen. „Wir haben uns vorgenommen, an die guten Leistungen der vergangenen Liga-Spiele anzuknüpfen“, so der Trainer nach dem gelungenen Start in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Nach vier Spieltagen stehen die Berliner an Platz zwei. „Das ist alles viel positiver als in der vergangenen Saison. Man merkt, dass die Mannschaft Spaß hat“, erzählt Lee. Vor einem Jahr war das Team bereits auf dem Weg in die Dauerkrise.

Bell pausiert erneut

Aufgrund der neuen Regeln mit den größeren Angriffsdritteln ist dennoch weiterhin einiges an Abstimmungsarbeit notwendig. Dazu können die Partien in der CHL nun genutzt werden, bei denen die Berliner nicht in Bestbesetzung antreten können. Neben den verletzten Stürmern Florian Busch und Mark Bell, der bei seiner Rückkehr in Iserlohn am Sonntag (5:2) von einem Puck im Gesicht getroffen worden ist und mit 15 Stichen genäht werden musste, fehlt auch Zugang Antti Miettinen. Der Finne wurde erst nach dem Meldeschluss für die Gruppenphase verpflichtet. „Das ist ein bisschen traurig, weil es einfach schön ist, ihn spielen zu sehen“, so Lee. In seinen ersten beiden DEL-Partien erzielte Miettinen ein Tor und bereitete zwei Treffer vor.

Dafür ist nun Platz in den Angriffsreihen, gefüllt wird er mit John Koslowski, der vom Kooperationspartner Dresden für diese Partie nach Berlin kommt. Auch Verteidiger Jonas Müller soll nach den ersten Partien für den Zweitligisten jetzt in der CHL auflaufen und auf europäischem Niveau Erfahrung sammeln.