Eishockey

Eisbär Olver verliert drei Zähne und spielt trotzdem weiter

Die Berliner Eisbären treten gegen den Tabellenletzten Düsseldorf an - und erwarten dabei eine ähnliche Partie wie zuvor gegen Augsburg. Ob Stürmer Darin Olver mitspielen kann, war zunächst unklar.

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Der Sieg war nicht nur mühsam, sondern auch mit Schmerzen verbunden. Zumindest bei Darin Olver. Mit vier Stichen musste er an der Unterlippe genäht werden, um die Wunde zu schließen, die ein Stock in seinem Gesicht hinterlassen hat. Bei den Zähnen half das nicht, drei waren dem Stürmer des EHC Eisbären im Spiel gegen die Augsburger Panther (2:1) abgebrochen. Doch auch davon ließ sich der Stürmer nicht bremsen, er spielte die Partie zu Ende.

Im Training am Sonnabend fehlte er jedoch, ob er im Duell gegen den Tabellenletzten der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) mitwirken kann, steht noch nicht fest. Sollte es möglich sein, wird Olver gegen die Düsseldorfer EG wohl ähnlich Robustes erleben (14.30 Uhr, O2 World). „Da wird viel über den Kampf passieren“, sagt Kollege Laurin Braun, der gegen Augsburg zum 1:0 traf. Er erwartet die Rheinländer noch defensiver als Augsburg, mit denen die Berliner einige Probleme hatten.

„Wir sind sehr zufrieden mit diesen drei Punkten“, sagt Trainer Jeff Tomlinson, der die Zähler fast nicht mehr erwartet hätte. Denn anfangs hatten die Eisbären viele Chancen, die sie ungenutzt ließen, dann schlichen sich Fehler ein und Augsburg wurde aufgebaut: „So ein Spiel gewinnst du nicht immer.“

Düsseldorf in der Krise

Damit es gegen Düsseldorf leichter wird, setzt Laurin Braun auf Zermürbung. „Wir müssen sehr viel laufen und den Puck in Bewegung halten, so können wir die junge Düsseldorfer Mannschaft ermüden.“ Die DEG steckt zudem in einer tiefen Krise, gewann nur eines der vergangenen elf Spiele und hat in der Tabelle den Anschluss an den Rest des Feldes verloren. Dennoch besagt das wenig, im ersten Duell in Düsseldorf unterlagen die Berliner den Rheinländern (1:3). Es könnte also erneut mühsam werden.