Eishockey

Auswärts sind die Eisbären das schwächste Team der Liga

Nachdem die eine Baustelle geschlossen ist, wartet schon die nächste auf den Titelverteidiger. Zunächst aber stehen zwei Heimspiele gegen Augsburg und Düsseldorf für die Eisbären auf dem Programm.

Foto: Oliver Mehlis / dpa

Er mag Statistiken, sagt von sich sogar, „da bin ich ein Freak“. Von Ärger ist bei Peter John Lee trotzdem keine Spur nach dem Spiel der Eisbären bei den Kölner Haien. Es ging 1:3 aus, womit die Berliner ihren Status untermauerten: schlechtestes Auswärtsteam der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Der Manager sieht die Umstände und lässt sie als mildernd gelten, statt sich darüber aufzuregen.

Immerhin. „Wir waren auf Augenhöhe mit der derzeit besten Mannschaft der Liga“, sagt Trainer Jeff Tomlinson zur Niederlage beim Tabellenführer in Köln. Das schlägt sich zwar nicht auf die Statistik nieder, aber der Titelverteidiger musste auch schon eine Menge Auswärtsspiele hintereinander absolvieren, und dies zu einer Zeit, als die Mannschaft generell nicht auf der Höhe war. Deshalb steht lediglich ein dreifacher Punktgewinn in der Bilanz des Deutschen Meisters, die mit 22 Treffern schwächste Tor- und mit neun Zählern mieseste Punktausbeute.

Doch die Baustelle, die das grundlegende Auswärtsproblem zu verantworten hat, ist geschlossen. „Vorher ging es darum, wie wir den Kader stärken können“, sagt Lee. Mit der Rückkehr von Constantin Braun und Matt Foy, mit der Steigerung von Darin Olver und mit der Verpflichtung von Mark Bell, der in Köln in seinem erst zweiten Auftritt sein zweites Tor schoss, hat die Mannschaft ein ganz anderes Potenzial als vorher. Lee sagt: „Unsere neue Baustelle ist jetzt die Auswärtsschwäche.“

Team entwickelt sich weiter

Um diese adäquat anzugehen, muss sich die in Teilen erneuerte Mannschaft nun finden. „Wir kommen zusammen“, stellte Tomlinson schon in Köln fest. Gegen den Spitzenreiter genügte das noch nicht. „Wenn wir uns weiter so entwickeln, dann können wir das Glück umdrehen“, sagt Lee. Vor ihm und dem Team liegen erst einmal zwei Heimspiele gegen Augsburg und Düsseldorf. Daran hat der Statistikfreak derzeit mehr Freude, sechs mal in Folge gab es daheim zuletzt einen Sieg.