Eishockey

Tallackson soll die Eisbären näher an Platz sechs bringen

Die Berliner wollen den Anschluss an die direkten Play-off-Plätze herstellen. Die Gelegenheit mit zwei Heimspielen gegen Augsburg und Düsseldorf am Wochenende ist günstig.

Foto: Oliver Mehlis / dpa

Da der nächste Gegner Augsburg heißt, lag es für den EHC Eisbären nah, einen bestimmten Spieler ein paar Worte zum Kontrahenten sagen zu lassen. Barry Tallackson hat schließlich dort gespielt, bevor er sich 2011 den Berlinern anschloss, um in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) um Titel kämpfen zu können. Seither ist einige Zeit vergangen, Tallackson kann sich zweifacher Meister nennen und zu Augsburg nicht mehr viel sagen, wie sich herausstellte. „Das Kapitel ist beendet, ich habe da keinen Kontakt mehr“, sagt der Stürmer vor dem Duell am Freitag (19.30 Uhr, O2 World). Aber er freue sich, dass nach jahrelangem Hin und Her endlich die Arena in Augsburg fertig saniert sei.

Tallacksons versiegtes Interesse erklärt sich leicht, es war nur ein Jahr, das er in Augsburg verbrachte. Außerdem geht es jetzt um etwas anderes: Die Berliner müssen den Kontakt zum sechsten Platz herstellen, der den direkten Einzug in das Viertelfinale bedeutet. Sechs Zähler liegt der Titelverteidiger als Achter hinter dieser Marke. Die Gelegenheit ist günstig mit zwei Heimspielen gegen den Tabellenelften Augsburg und am Sonntag dann gegen den Letzten aus Düsseldorf (14.30 Uhr, O2 World).

„Für uns geht es um Arbeit, wir müssen die Zweikämpfe annehmen“, fordert Trainer Jeff Tomlinson. In den beiden Auswärtspartien gegen diese Gegner gelang das nur ungenügend, in Düsseldorf (1:3) wurde verloren, in Augsburg wurden nur zwei Zähler geholt (4:3 n.P.). „Wir haben eine Rechnung offen“, so der Trainer. Außerdem droht bei Versagen schnell das Abrutschen aus den Play-off-Rängen, da Augsburg selbst nur zwei Punkte hinter den Berlinern rangiert.

Kapitän Rankel fehlt

Die Unterstützung von Kapitän André Rankel bleibt dabei vorerst versagt, er bestand einen Belastungstest nach einer Infektion nicht. Zum Ersatzspielführer ernannte Tomlinson zuletzt zweimal Tallackson. Das passt bezüglich der Partien des Wochenendes bestens, der US-Amerikaner hat gegen Augsburg und Düsseldorf getroffen und aufgelegt und sich in diesen Spielen als punktbester Berliner hervorgetan. Jetzt ist er auserkoren, die Eisbären Richtung Rang sechs zu führen. Ganz ohne sentimentale Rückblicke auf frühere Tage.