Die gute Stimmung war spürbar beim Training der Eisbären in der zurückliegenden Woche. Das lag zum einen daran, dass am Wochenende zuvor bei den zwei Siegen in Folge zu sehen war, dass die Mannschaft „verstanden hat, was zu tun ist, um erfolgreich zu sein“, wie Kapitän André Rankel es nannte.
Aber auch daran, dass Constantin Braun wieder mit dem Team trainierte, der sich wegen einer Depression Anfang August zurückgezogen und in Behandlung begeben hatte.
„Es war zu sehen, dass er sich hier wohlfühlt, und er hat ein Lächeln in die Kabine gebracht“, sagte Coach Jeff Tomlinson vor den beiden Auswärtsspielen am Freitag in Iserlohn und am Sonntag in Wolfsburg, zu denen Braun nicht mitfahren wird. „Ich bin jetzt erst mal für 14 Tage hier und werde das Wochenende mit meiner Tochter verbringen“, erzählte der Verteidiger. „Danach werde ich noch einmal in die Klinik nach Süddeutschland zurückgehen. So jedenfalls sieht es der Therapie-Plan vor.“
Duell der Brüder Mulock in Iserlohn
Sein Team wird also noch einige Zeit versuchen müssen, ohne Braun die gute Stimmung zu erhalten. „Vor uns liegt ein großes Wochenende“, sagt Travis Mulock, 28, der mit seinen drei Toren beim 6:3 am Freitag gegen Ingolstadt die Rückkehr in die Erfolgsspur eingeleitet hatte. „Wenn wir an unsere Leistung jetzt nicht anknüpfen, ist das vergangene Sechs-Punkte-Wochenende nicht viel wert.“
Wobei Mulock schon gleich in Iserlohn mit einiger Gegenwehr rechnet, nicht nur weil er dort gegen seinen Bruder Tyson, 30, antreten wird, mit dem er vergangene Saison noch im Eisbären-Trikot die Meisterschaft feierte. „Das wird schon ein komisches Gefühl sein“, sagt der Eisbären-Stürmer, der die Iserlohner Roosters als besonders gefährlich einschätzt, weil deren Trainer Doug Mason diese Woche entlassen wurde. „Die werden heiß sein“, prophezeit Berlins Mulock, „und die Fans voll gegen uns.“
Nationalmannschaft trifft sich zum Deutschland-Cup
Coach Tomlinson hält Iserlohn für „offensiv extrem gefährlich, wir müssen gut stehen.“ Sein Team habe am vergangenen Wochenende „kleine Schritte nach vorn gemacht", jetzt aber stünde „alles wieder bei Null“. Der zweite Gegner an diesem Wochenende, die Wolfsburger Grizzlies, habe „in dieser Saison in eigener Halle nur einmal drei Punkte abgegeben“, rechnet Berlins Trainer vor. „Außerdem haben sie uns schon zu Hause geschlagen. Diese drei Punkte wollen wir uns zurück holen.“
Gelänge das, wäre die gute Stimmung für einige Zeit konserviert. Denn dann trifft sich die Nationalmannschaft erst mal in München zum Deutschland-Cup.





