Die Eisbären Berlin haben sich als einziges deutsches Team für die Endrunde der European Trophy qualifiziert. Dabei profitierte der Deutsche Meister von seiner Rolle als Gastgeber des Finalturniers vom 19. bis 22. Dezember in Berlin. Denn sportlich konnten die Eisbären mit ihrem neuen Trainer Jeff Tomlinson bislang überhaupt nicht überzeugen, am vergangenen Wochenende setzte es zwei herbe Pleiten gegen die Hamburg Freezers.

Offenbar machen sich nun auch die Macher des DEL-RekordmeistersSorgen und verpflichteten drei Tage vor dem Saisonstart der Deutschen Eishockey Liga (DEL) noch den Stürmer Kris Sparre. Der 26-jährige Deutsch-Kanadier wechselt vom Auftaktgegner ERC Ingolstadt nach Berlin, wo er einen Vertrag für ein Jahr erhält. Dies teilte der Hauptstadtklub am Dienstag mit.

„Kris wird uns mehr Tiefe im Kader und mehr Möglichkeiten im Sturm geben“, sagte Eisbären-Manager Peter John Lee: „Er ist ein bissiger Stürmer, der immer hart arbeitet.“

Sparre besitzt auch einen deutschen Pass und spielte auch schon für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), weshalb er auch nicht das Ausländerkontingent belastet.

16 Treffer in der vorherigen Saison

Sparre trainierte am Tag der Verpflichtung bereits beim DEL-Rekordmeister mit. Der linke Flügel-Spieler erzielte in der abgelaufenen Saison für Ingolstadt 16 Treffer und wird bei den Eisbären mit der Rückennummer 9 auf Torejagd gehen.

Nichtsdestotrotz müssen die Berliner damit leben, dass sie bei der traditionellen Meisterumfrage unter den Trainern aller Klubs diesmal nicht mehr als alleiniger Titelfavorit genannt werden.

dpa/rh