Eisbären

Sven Felski feiert Abschied von den Eisbären im August

Nun steht es fest: Sven Felski wird am 10. August sein Abschiedsspiel absolvieren – unter dem Motto: „Auf alle Fälle Felle“.

„Auf alle Fälle Felle“. So lautet das Motto des Abschiedsspiels von Sven Felski, das am 10. August 2013 stattfinden soll. Das Spiel, das um 18.30 Uhr starten soll (Zeit kann sich noch ändern), wird nicht wie üblich in der O2 World ausgetragen, sondern dort, wo Felskis Karriere begann, er aufgewachsen ist und Geschichte geschrieben hat: im Wellblechpalast in Hohenschönhausen. „Ich freue mich sehr auf diesen Tag. Ich möchte zurück zu den Wurzeln. Meine Geschichte liegt im Welli, und daher war es für mich klar, dass das Spiel dort stattfinden soll.“

Mit einem großen Rahmenprogramm, das sich derzeit noch in der Planung befindet, soll die Karriere des „Hohenschönhausener Bürgermeisters“, wie er liebevoll im Kiez gennant wird, gebührend ihr Ende finden. „Es soll ein unvergesslicher Abend für die Spieler und Fans werden“, so der verantwortliche Organisator Klaus Wick (Tickets sind ab sofort auf www.eisbaeren.de oder im Fanshop in der O2 World erhältlich).

Auch wenn Felski zu dem Zeitpunkt schon zehn Monate nicht mehr als Profi auf dem Eis stand. Auf ärztlichen Rat musste Felski Ende Oktober vergangenen Jahres schweren Herzens seinen Rücktritt als Profi bekannt geben. Sein linkes Knie war nach einem Kreuzbandriss, Meniskusschaden und Innenbandriss zu instabil geworden. So ging nach exakt 1000 Spielen, sechs deutschen Meistertiteln und 20 Jahren Profieishockey beim EHC (früher noch SC Dynamo) eine große Karriere zu Ende. Billy Flynn, Geschäftsführer der Eisbären, sagt: „Sven und die Eisbären sind unzertrennlich. Er hat so viel für diese Stadt und seinen Verein getan. Von seiner Sorte gibt es nicht viele.“ Das sieht auch Manager Peter John Lee so: „Es bekommen nicht viele ein Abschiedsspiel. Svenni hat das aber verdient.“ Er plant sogar, Anfang September Felskis Trikot mit der Nummer 11, welches in Zukunft nicht mehr vergeben werden soll, unter dem Dach der O2 World aufzuhängen. Neben Mark Beaufait wäre er der nächste, dem diese Ehre zuteil wird.

Eisbären spielen gegen Auswahl des Eishockeybundes

In dreimal 20 Minuten wird eine Eisbärenmannschaft gegen eine Auswahl des Deutschen Eishockeybundes auf dem Eis stehen. Die Teams werden bunt gemischt sein. Ob Aktive, Ehemalige oder Legionäre, Sven Felski hat viele Spieler im Kopf: „In meiner Karriere habe ich mit so vielen Spielern zusammengespielt, da ist es nicht einfach, die passenden zu finden. Ich möchte also noch nicht zu viel verraten.“ Namen wie die der NHL-Profis Marcel Goc oder Christian Erhoff fielen im Vornherein jedoch schon.

Über Trainer hat der Ex-Stürmer auch schon nachgedacht: Urgestein Hartmut Nickel, ehemaliger Spieler und Trainer beim SC Dynamo Berlin, sowie Uwe Krupp, der gegenwärtig bei den Kölner Haien hinter der Bande steht, sollen die Teams leiten. „Das Ergebnis ist völlig egal, der Spaß steht im Vordergrund. Aber natürlich bin ich nicht abgeneigt, gegen die DEB-Auswahl zu gewinnen“, so Felski Nach all den Jahren bei den Eisbären hat Felski viele Weggefährten gehabt. Trainer, Spieler, Betreuer, die ihn unterstützten und ihm auf dem Weg zum Profi geholfen haben. Mit diesem Spiel ist es für Sven Felski Zeit, etwas zurückzugeben. „Es ist wahnsinnig wichtig für mich, den Nachwuchs zu unterstützen. Daher werden wir einen Teil der Einnahmen dem Nachwuchs zu Gute kommen lassen.“

Für die Zukunft hat Felski noch einiges vor. Gegenwärtig absolviert er ein Praktikum bei den Eisbären. Vom Marketing über Traineraufgaben bis hin zum Management absolviert er die verschiedensten Stationen. „Es ist toll, die andere Seite mal kennenzulernen, die du als Spieler nicht so zu Gesicht bekommst.“

Im März startet er ein dreijähriges Sportstudium, nicht weit vom Wellblechpalast, für angewandte Trainingswissenschaften. „Da wird man mich dann auf der Schulbank wiedersehen.“, flachst er. Wo Felski letztlich landen wird, ist ihm noch nicht klar. „Man sollte sich nicht verrückt machen. Ich möchte erst mal alles kennenlernen und mich dann entscheiden.“