Ex-NHL-Spieler

Neu-Eisbär Locke trainiert erstmals - und will lange bleiben

Mit Landsmann Foy absolvierte Locke gleich ein freiwilliges Training im Wellblechpalast. Er würde gerne über das Saisonende hinaus bleiben.

Foto: MARK GOLDMAN / pa/landov

Das Namensschild über seinem Platz in der Kabine ist noch leer und Teile seiner Ausrüstung stecken noch in der Originalverpackung. Doch Corey Locke (28) selbst, der vom finnischen Erstligisten TPS Turku zum EHC Eisbären kam, ist dennoch gleich voll bei der Sache. Mit seinem alten Bekannten und Landsmann Matt Foy drehte der Stürmer beim freiwilligen Eistraining am Montag die ersten Runden im altehrwürdigem Wellblechpalast.

Neun Einsätze in der NHL

„Ich bin froh, hier zu sein und freue mich auf das Team“, so der Kanadier, der neun Mal in der NHL auf dem Eis gestanden hat und zahlreiche Spiele in deren Farmliga AHL absolvierte. Locke möchte nach dem Umzug nach Berlin auf dem schnellsten Weg einsatzbereit sein: „Ich habe noch nie während der Saison das Team gewechselt. Daher versuche ich mich schnell zu integrieren, meinen Beitrag zu leisten und dem Team zu helfen.“ Dass die Mannschaft in der Abwehr momentan die größeren Defizite aufweist, ist ihm nicht entgangen. Probleme für seine Arbeit sieht er deswegen aber nicht: „Ich weiß, dass ich in dieser Liga sowohl offensiv, als auch defensiv spielen muss. Darin bin ich trainiert.“

Den Weg von Finnland nach Deutschland hat der Stürmer jedoch nicht alleine angetreten. Viel Kraft und Durchhaltevermögen für die kommenden Aufgaben soll ihm seine Familie schenken. Mit seiner Frau Chantal, der sechs Monate alten Tochter Kenderson und Hündin Lola ist er gemeinsam nach Berlin in ein Appartement gezogen. „Als Spieler bist du immer auf dem Sprung. Zum Glück hatten wir ein wenig Zeit, uns an den Gedanken zu gewöhnen und sind jetzt froh, hier zu sein.“

Lockes Debüt wahrscheinlich gegen Köln

Von Berlin hat er bisher noch nicht viel gesehen und gehört. Doch die Fans der Eisbären und die Tradition, die in dem Verein stecken, sind für ihn ein Begriff: „Ich habe nur Gutes von den Fans gehört und freue mich riesig auf das erste Heimspiel.“ Aller Voraussicht nach wird das am 25. Januar gegen die Kölner Haie sein. Vorher stehen zwei Auswärtsspiele auf dem Plan. Am Freitag in Düsseldorf (19.30 Uhr) und am Sonntag in München (16.30 Uhr).

Locke freut sich auf sein Debüt in Deutschland, wo er am liebsten länger bleiben würde als – wie bisher vereinbart – bis zum Saisonende: „Finnland war schon toll“, sagte Locke über sein erstes halbes Jahr in Europa, „aber am Ende hat es dann nicht mehr so richtig gepasst. Dort wird sehr defensiv gespielt und von daher war ich überrascht, wie langsam das Spiel dort teilweise war.“