4:3 gegen Hamburg

Berliner Eisbären schaffen dritten Sieg in Folge

Noch mussten die Berliner ohne die neuen Stürmer-Stars auskommen. Gegen die Hamburg Freezers schoss Kapitän Rankel die Eisbären zum Sieg.

Foto: Max Nikelski / dpa

Das eine war für die Spieler. Für Meisterschaften in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) gibt es beim EHC Eisbären ja nicht nur den Pokal, sondern auch Ringe. Vergangenes Jahr hatte Nancy Anschutz, die Frau von EHC-Besitzer Philip Anschutz, sie gemeinsam mit Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit überreicht. Weil das Team sich bewährt hat, übergaben Frau Anschutz und Herr Wowereit auch diesmal am Sonntag vor der Partie gegen die Hamburg Freezers die Präsente. Dezent im Hintergrund stand Milliardär Anschütz auf der EHC-Spielerbank und freute sich über die tüchtigen Angestellten.

Das andere war für die Fans. Ihren Transfer-Coup verkündeten die Berliner natürlich auch in der Arena. Es gab Bilder mit Spielszenen der NHL-Stars Daniel Briere und Claude Giroux auf dem LED-Würfel. Beide sendeten sogar eine Video-Botschaft. „Hallo Eisbären-Fans, wir freuen uns auf euch“, sagten sie. Die Freude war ganz auf Seiten der Eisbären-Anhänger. Bei so viel Programm geriet das Spiel, das 4:3 (1:1, 1:2, 1:0, 0:0) nach Penaltyschießen ausging, fast zur Nebensache.

Dieser Tag hatte ein bisschen etwas von Weihnachten und Ostern zusammen bei den Eisbären. Zum Anschutz-Filial-Treffen, auch die Freezers gehören dem US-Amerikaner, kam der Chef persönlich, es gab reichlich Geschenke – Ringe, NHL-Stars, und die NHL-Trophäe, den Stanley Cup, durften die Berliner auch noch bewundern. Den hatte der NHL-Klub von Anschutz, die Los Angeles Kings, im Frühjahr gewonnen. Nun wurde der Cup erst in Hamburg, dann in Berlin ausgestellt.

Hördler trifft in letzter Sekunde

Wie die Eisbären haben die Freezers Verstärkung aus der NHL bekommen, zwar keine zwei Superstars, aber mit Jamie Benn (222 Spiele, 70 Tore, 90 Vorlagen) einen guten Stürmer. Der bestritt gegen den EHC sein zweites DEL-Spiel – und erzielte zwei Tore (33./39.). Fast hätten sie eine Partie entschieden, in der die Berliner Abwehr solider stand als zuvor, der Angriff aber nicht immer durchsetzungsfähig genug war. Doch als die Uhr nur noch 0,1 Sekunden Spielzeit anzeigte, lenkte Frank Hördler den Puck zum 3:3 über die Linie, zuvor hatten Matt Foy (2.) und Laurin Braun (37.) getroffen. André Rankel erzielte dann sogar den Siegtreffer im Penaltyschießen. „Am Ende hatten wir etwas Glück“, sagte Trainer Don Jackson.

Einem war das Ergebnis wohl ziemlich egal, Philip Anschutz konnte ja beim Duell seiner Teams nur gewinnen.