Eisbären

Beaufaits Trikot wird unters Hallendach gehängt

Beim Eisbären-Heimspiel gegen Iserlohn lohnt es sich, pünktlich zu erscheinen. Vor der Partie wird Mark Beaufait, der mit den Berlinern vier Meistertitel gewann, eine ganz besondere Ehre zuteil.

Zum Sonntagsspiel der Eisbären gegen die Iserlohn Roosters wird ausdrücklich um frühes Erscheinen gebeten. Nicht, dass das erste Spiel des Jahres des Berliner DEL-Klubs vorverlegt wurde. Die Center beider Teams werden sich wie geplant um 14.30 Uhr im Mittelkreis der Eisfläche in der O2 World gegenüber stehen. Grund des Appells zur Pünktlichkeit ist ein feierlicher Akt im Vorfeld der Partie. Mark Beaufait, der seine Karriere nach dem vierten Meistertitel 2009 beendete, wird die größte Ehre zuteil, von der Spieler träumen dürfen. Sein Trikot wird unter das Hallendach gezogen, seine Rückennummer "19“ nie wieder vergeben.

Der 40-jährige ehemalige Mittelstürmer spielte sieben Jahre für die Eisbären, erzielte in 393 DEL-Spielen 132 Tore und bereitete weitere 248 vor. Der Publikumsliebling, der maßgeblich an den vier Meistertiteln beteiligt war, kam bereits einen Tag vor dem 4:3-Sieg gegen Mannheim nach Berlin und wird wohl nicht nur geehrt den Rückflug in die USA antreten. „Natürlich haben wir noch ein Geschenk für Mark“, sagt Manager Peter John Lee, „für ihn und seine Familie, denn wir wissen, dass er sich nur über etwas freut, wenn er es mit seiner Frau und seinen Kindern teilen kann.“

Beaufait ist nach Joachim Ziesche, Dietmar Peters, René Bielke und Dieter Frenzel erst der fünfte Eisbär, der in dieser Weise geehrt wird und sein Jersey das erste, das unter das Dach der O2 World gezogen wird.

Natürlich werden die wohl wieder rund 14.000 Zuschauer in der Hoffnung kommen, dass Beaufaits Ehrung nicht der einzige Grund zum Feiern ist. Zumal ihr Team im letzten Spiel des Jahres 2010 mit dem 4:3 gegen Mannheim die zuvor eher mäßige Heimbilanz aufbessern konnte. Ein Sieg gegen den Tabellenvorletzten wäre der vierte in Folge – eine Serie, die den Eisbären nur jeweils einmal im September und November gelang. „Uns interessiert derzeit eine ganz andere Serie“, sagt Lee, „nämlich die, dass wir in dieser Saison durchschnittlich drei Verletzte pro Spiel zu kompensieren hatten. Wir blicken von Spiel zu Spiel und sehen uns erst im Nachhinein an, was für Serien dabei herausgekommen sind.“

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