Eisbären

EHC verkauft so viele Dauerkarten wie nie zuvor

Die Eisbären Berlin können sich über einen neuen Dauerkartenrekord freuen. 3000 Saisontickets wurden verkauft, das sind fast ein Drittel mehr als vor einem Jahr.

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Die Eisbären Berlin haben eine Woche vor ihrem Saisonstart am 10. September 2010 gegen Titelverteidiger Hannover Scorpions einen Dauerkartenrekord verzeichnet.

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Offenbar ist alles wie immer. am Freitag beginnt die neue Saison in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL), und wenn man sich so umhört, wer denn am Ende ganz vorn landen könnte, dann fällt die Wahl der meisten Übungsleiter auf den EHC Eisbären. Nicht ganz unlogisch, diese Auffassung. Viermal waren die Eisbären seit 2005 Meister, und nach dem Viertelfinal-Aus(rutscher) in der vorherigen Spielzeit brennen die Berliner nun natürlich darauf, es allen zu zeigen.

Wer aber den Worten Detlef Kornetts folgt, könnte die Favoritenrolle vielleicht als unangebracht empfinden. „Für mich stellt es sich so dar, dass wir wieder einmal am Beginn eines neuen Zeitraums sind“, sagt der Europachef der Anschutz Entertainment Group, dem Besitzer der Eisbären. Seine Aussage stützt sich darauf, dass jetzt mehr als je zuvor junge Spieler und solche mittleren Alters den Kern der Mannschaft bilden, „Verantwortung übertragen bekommen und auch annehmen“. Zweifelsohne ein Risiko, junge Mannschaften weisen oft schwankende Leistungen auf. Allerdings sind selbst die jungen Profis des EHC inzwischen so erfahren, dass Trainer Don Jackson keinerlei Zurückhaltung übt bei der Verkündung des Saisonziels. „Wir wollen die beste Mannschaft der Hauptrunde und im Play-off sein“, sagt Jackson wie jedes Jahr.

Besser als zuvor sieht es beim Verkauf von Dauerkarten aus. Erneut vermelden die Berliner einen Rekord. „Mehr als 3000 Tickets wurden bisher abgesetzt, 730 mehr als in der Vorsaison“, teilte Geschäftsführer Billy Flynn mit, der sich besonders über die fruchtbare Kooperation mit einem Discountmarkt freut. In der vergangenen Saison gab es in ganz Ostdeutschland keine Lidl-Filiale, die nicht mindestens zwei Tickets für ein Spiel der Berliner verkauft hat. Was den Status der Eisbären, die am Wochenende zunächst das Finalturnier der European Trophy spielen, in dieser Region eindrucksvoll unterstreicht.

Flynn träumt nun davon, bei der Gesamtzuschauerzahl die Spitze unter den europäischen Eishockeyklubs zu übernehmen. Dazu müsste Zuschauerkrösus SC Bern nicht nur eine schlechte Saison in der Schweiz spielen, sondern die Berliner müssten wohl auch Meister werden. Aber darauf tippen ja die meisten.