Volleyball

BR Volleys gelingt erster Sieg unter Moculescu

Die Volleys festigen mit dem 3:1 gegen die United Volleys Rhein-Main Rang zwei in der Bundesliga – nach einem unkonzentrierten Auftakt.

Die Volleys Pierre Pujol (Mitte) und Graham Vigrass (r.) beim Block gegen Adrian Aciobanitei von den United Volleys

Die Volleys Pierre Pujol (Mitte) und Graham Vigrass (r.) beim Block gegen Adrian Aciobanitei von den United Volleys

Foto: BEAUTIFUL SPORTS/Daniel Lakomski / imago/Beautiful Sports

Berlin.  Es ist noch keine Woche vergangen seit dem Amtsantritt des neuen Trainers Stelian Moculescu, doch sein Einfluss ist jetzt schon bis in Details zu beobachten. Nehmen wir nur den Fanshop der BR Volleys: Dort gibt es neuerdings eine fesche Bauchtasche, mit Logo, aber sonst in schlichtem Schwarz gehalten und zum Verwechseln ähnlich dem geheimnisumwitterten Kleidungsstück, das Moculescus Markenzeichen ist.

Der 67-Jährige hat aber natürlich noch deutlich mehr zu bieten als das, zum Beispiel den Gewinn von 19 Deutschen Meisterschaften als Coach. Viele Fans des Titelverteidigers aus der Hauptstadt sind nun sehr optimistisch, dass er mit den Berlinern Nummer 20 anfügt.

Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, wenn auch das 3:1 (23:25, 25:19, 25:20, 25:17) im Bundesliga-Spitzenspiel gegen die United Volleys Rhein-Main weiterhalf. Die BR Volleys festigten damit Tabellenplatz zwei.

Umstellungen führen zum Erfolg

Doch Moculescu hat auch gleich gesagt, dass er „nicht zaubern“ könne. Das sahen die 4107 Zuschauer in der Schmeling-Halle einen schlimmen Satz lang. Viel zu viele Aufschlagfehler, Unkonzentriertheiten bei der Annahme, Ungenauigkeiten Pierre Pujols beim Zuspiel und eine kaum vorhandene Blockabwehr der Gastgeber ließen die Hessen diesen Durchgang gewinnen, obwohl sie fast die gesamte Zeit hinten gelegen hatten.

Doch Moculescu erkannte die Schwachstellen. Alles wurde besser, als er im Mittelblock Aleksander Okolic für Georg Klein und im Außenangriff für Kapitän Robert Kromm den Amerikaner Adam White brachte. Der 28-Jährige fand sehr schnell in die Partie und war am Ende mit 14 Punkten zweitbester Berliner nach Paul Carroll (16). Okolic kam auf sechs Blocks.

Perfekt war es noch immer nicht, was die BR Volleys zeigten, doch viel zwingender, da die Mannschaft auch kämpferisch nicht nachließ. Adam White beendete das Spiel mit zwei Assen und wurde zum wertvollsten Spieler gewählt. „Mein bester Tag in Berlin“, freute er sich.