Volleyball

BR Volleys gleichen in Friedrichshafen im Play-off-Finale aus

Nach dem 3:1-Sieg der Berliner gegen Rekordchampion VfB Friedrichshafen ist in der Play-off-Serie wieder alles offen. Das dritte Duell steigt am Sonnabend in der Hauptstadt.

Rekordchampion VfB Friedrichshafen hat in der Finalserie um die deutsche Volleyball-Meisterschaft gegen die Berlin Volleys den Ausgleich kassiert. Damit steht es in der best-of-five-Serie 1:1.

Die Mannschaft von Trainer Stelian Moculescu unterlag am Mittwochabend vor heimischer Kulisse in einem erneut packenden Kräftemessen dem Titelverteidiger mit 1:3 (28:30, 27:25, 20:25, 21:25). Damit ist die Play-off-Serie nach dem Auftaktsieg der Friedrichshafener wieder völlig offen.

Das dritte Duell steigt am Sonnabend (19.30 Uhr) in der Hauptstadt.

Bereits der erste Durchgang war voller Intensität. Der VfB konnte zwei Satzbälle nicht nutzen und geriet in Rückstand. Der Club vom Bodensee machte es im zweiten Durchgang aber besser, als Wiktor Josifow mit einem Block gegen Paul Carroll den Ausgleich herstellte. Mit einem Ass in Satz drei bescherte Robert Kromm den angriffsstarken Berlinern wieder die Führung.

Der Wucht der Volleys hatte der VfB, der wieder auf den jungen Zuspieler Jan Zimmermann setzte, erst zum Ende des vierten Abschnitts nichts mehr entgegenzusetzen.

Berliner Volleyballer nach Ausgleich selbstbewusst

Nun wittern die Berliner in der Finalserie der Volleyball-Bundesliga die Chance auf den Meisterschafts-Hattrick. „Wir haben heute wie ein Meister gespielt – mit Ruhe, Selbstvertrauen und der Qualität“, sagte Berlins Trainer Mark Lebedew.

In der Begegnung auf hohem Niveau revanchierte sich Berlin mit einer konzentrierten Vorstellung für die 2:3-Auftaktpleite in eigener Halle und geht mit Selbstbewusstsein in den dritten Vergleich. „Die Qualität war besser als im ersten Spiel. Wir wussten besser, was zu tun ist“, sagte Lebedew. Auch Friedrichshafens Coach Stelian Moculescu musste anerkennen: „Berlin hat besser gespielt, besser aufgeschlagen. Das hat uns im dritten und vierten Satz das Genick gebrochen.“

Der frühere Bundestrainer Moculescu sieht die Serie für die Häfler jedoch noch lange nicht verloren. „Mir hat es Spaß gemacht, ich sehe das ganz gelassen“, sagte er bei DVL-live.tv: „Berlin hat in den entscheidenden Momenten bessere Lösungen gefunden. Jetzt fahren wir da hin und spielen wieder. Wenn wir nicht an einen Sieg glauben würden, könnten wir die Meisterschale ja gleich herschenken.“

Die Berliner sicherten sich bereits in den vergangenen beiden Jahren die Meisterschaft, Friedrichshafen hatte zwischen 2005 und 2011 sieben Titel in Folge geholt. In diesem Jahr gewann der VfB im Endspiel gegen Berlin bereits den deutschen Pokal.