Der Traum vom Weiterkommen in der Champions League ist für die BR Volleys nach den beiden unerwartet deutlichen 0:3-Niederlagen gegen Zenit Kasan in der Runde der besten Zwölf ausgeträumt.

Ein anderer großer Wunsch des deutschen Volleyball-Meisters hingegen ging in Erfüllung: Am 2. März erlebt die Mannschaft von Trainer Mark Lebedew zum ersten Mal das Pokalfinale im 10.000 Zuschauer fassenden Stadion von Halle in Westfalen. Es wird beim Aufeinandertreffen mit dem Rekordchampion VfB Friedrichshafen sicher ausverkauft sein. Die Berliner lockt der erste Cupsieg seit 2000.

Doch natürlich ist das Kerngeschäft immer noch die Bundesliga und damit die Verteidigung des Meistertitels. In diesem Rennen haben die BR Volleys momentan noch nicht die günstigste Ausgangslage, um mit möglichst vielen Heimspielen durch das Play-off zu kommen. Aktuell sind sie Tabellenvierter; geschuldet ist diese Position auch dem schwierigen Saisonstart mit fünf aufeinanderfolgenden Auswärtspartien zwischen Ende Oktober und Ende November.

Zwei davon, nämlich in Düren (1:3) und Friedrichshafen (0:3), gingen verloren. Jetzt steht die Woche der Revanche bevor. An diesem Montag (19.30 Uhr) gastiert Düren in der Schmeling-Halle, Donnerstag (19.30 Uhr) folgt Aufsteiger VSG Coburg/Grub, und am Sonntag (16 Uhr) kommt es zum Klassiker gegen den Erzrivalen vom Bodensee, den VfB Friedrichshafen.

Platz eins ist noch in Reichweite für das Team von Mark Lebedew

„Wir alle haben sehr viel Energie in die Champions League investiert, natürlich sind wir enttäuscht“, sagte Lebedew vor dem Spiel gegen Düren. Doch nun heißt es: negative Gedanken abschütteln, die nächste Aufgabe angehen, Platz eins in der Liga noch einmal ins Visier nehmen. Derzeit ist Spitzenreiter Friedrichshafen nach dem 3:1 am Sonntag in Haching elf Punkte entfernt, hat aber auch drei Spiele mehr absolviert als die BR Volleys. Für sie heißt das: Aus der Welt sind die Schwaben noch nicht. Wenn die Berliner sich keinen Ausrutscher mehr erlauben.

„Wir wollen Boden gut machen“, fordert deshalb Trainer Lebedew. Coburg sollte seiner Mannschaft keine Probleme bereiten, doch die Dürener haben dem Meister schon oft ein Schnippchen geschlagen. „Düren hat im Hinspiel sehr aggressiv und schnell gespielt, damit hatten wir Probleme“, erinnert sich Lebedew. Aber das war noch zu Saisonbeginn, „diesmal haben wir bessere Mittel und mehr Zeit, uns auf den Gegner einzustellen“.

Heimstärke spricht für den Deutschen Meister

Alle Spieler sind fit. Und die Heimstärke spricht ebenfalls für die BR Volleys: National sind sie hier noch ungeschlagen. „Spätestens, wenn wir die Schmeling-Halle betreten“, sagt Lebedew, „sind wir voll dabei.“

diw