Nach dem 0:3 im Hinspiel hatte Kaweh Niroomand gesagt: „Heute wurden uns die Grenzen gezeigt.“ Da konnte der Geschäftsführer des deutschen Volleyball-Meisters BR Volleys nicht ahnen, dass es fünf Tage später in der zweiten Partie gegen das russische Topteam Zenit Kasan noch schlimmer kommen würde für seine Mannschaft.

Reise hat sich nicht gelohnt

Erneut mit 0:3 (11:25, 20:25, 23:25) verloren die Berliner in der Hauptstadt Tatarstans, nur diesmal war die Niederlage noch deutlicher und schon nach 69 Minuten besiegelt. Das Thema Champions League ist nach der ersten Play-off-Runde für die BR Volleys beendet. Die fast 2500 Kilometer weite Reise hatte sich nicht gelohnt.

Besonders im ersten Durchgang war ein Klassenunterschied sichtbar. Die athletisch viel stärkeren Gastgeber machten alles besser. Allein ihre Sprunghöhe überforderte die Berliner, die kaum einmal zum Block kamen und selbst die russische Wand nur selten überwinden konnten. Trainer Mark Lebedew wechselte den entnervten Diagonalangreifer Paul Carroll schon nach wenigen Minuten aus; später kamen auch alle anderen Leistungsträger zu langen Ruhepausen.

Nur im dritten Satz ist es bis zum 20:20 spannend

Lebedews Kollege Vladimir Alekno, nicht gerade der Erfinder der guten Laune, machte beinahe ein zufriedenes Gesicht. Nur der dritte Satz war bis zum 20:20 spannend, aber da hatte auch er seine Reserve auf dem Feld. Als Alekno Maxim Michailow (17 Punkte) einwechselte, fiel die Entscheidung schnell. Bester Spieler der BR Volleys war Srecko Lisinac mit zehn Punkten.

BM